2.6 Wirtschaftsgymnasium und erste Therapie (1998-2002)

Nach über 10 Jahren sozialer Angst, Depressionen und unsicherem, anglistlich-vermeidenden Verhalten, keine soziale Kontakte, Einsamkeit, Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit habe ich es von der Hauptschule zum beruflichen Gymnasium geschafft und war dabei mein Abitur zu machen.Es war eine schwere Zeit für mich den ich habe vieles im Schulunterricht nicht verstanden und aus Angst habe ich nie nachgefragt, so dass ich viele Lücken beim Verständnis des Lehrstoffes hatte. Es war auch viel schwieriger und anspruchsvoller. Die Situation war hier wieder die gleiche, ich hatte keine Freunde, es war jedoch ein wenig besser. Ich habe mich ab und zu mit den einen oder anderen Mitschüler unterhalten wenn man mich angesprochen hat. Es hat aber erst eine Zeit gebraucht bis ich vertrauen zu den anderen hatte.

In der 12.Klasse hatte ich wieder andere Mitschüler und es gab da einige mit denen ich mich verstanden habe, aber halt keine echte Freundschaften. Die Feindschaften waren eher gering im Verhältnis zu davor, aber ich wurde auch von manchen Leuten ab und zu ausgelacht jedoch hatte ich viele Unterstützer die mich verteidigt haben. In diesem Schuljahr bin ich sitzen geblieben und habe mich in einer Frau verliebt. Irgendwie ist es ihr aufgefallen und sie hat mich gefragt ob ich sie Liebe. Da sie schon vergeben war , habe ich meine Liebe zu ihr geleugnet weil ich Angst hatte abgelehnt zu werden,was viel schlimmer wäre als eine andere Ablehnung bei der keine Gefühle im Spiel sind. Dieses Schuljahr war sehr schlimm für mich , Depression wegen Mobbing,Liebeskummer und Traurigkeit , Verzweiflung wegen der Schule,haben mich dazu gebracht, ernsthaft darüber nachzudenken ob es nicht besser wäre Selbstmord zu begehen da ich in den letzten 10-15 Jahren überwiegend negative Erfahrungen im Leben gemacht habe und es hat in meinen Augen einfach keinen Sinn gemacht. Ich hatte keine Lust mehr zu leben, habe diese Phase aber irgendwie durchstanden. Ich habe mit niemanden darüber gesprochen und habe dass mit mir selber ausgemacht. Ich konnte es einfach nicht tun wegen meinen Eltern ,ich wollte ihnen das nicht antun. Ich hab zig mal überlegt ob ich von einer Brücke springe. Zur Therapie ist es ganz unfreiwillig gekommen. Meine Deutsch-Lehrerin ist aufgefallen dass ich mich im Unterricht nicht beteilige und dass ich zurückhaltend und leise bin. Sie hat dann mit ihren Kollegen gesprochen und ich habe die Auflage bekommen einen Therapeuten zu besuchen. Ich musste dieser Maßnahme zustimmen, damit ich weiter die Schule besuchen konnte, da gezweifelte wurde, dass ich das Abitur schaffe. Für ca. 1,5 Jahre hatte ich Gesprächstherapie, analytisch bei einer Kinder- und Jugendtherapeutin, das hat aber im Hinblick auf meine soziale Angst nicht viel geholfen, war aber für mich eine erste positive Erfahrung mit Psychotherapie.

In der 13.Klasse habe ich dann das Abitur geschafft obwohl ich nicht viel gelernt habe und ich pessimistisch war dass ich es schaffe. Für mich war es ein Wunder, ich habe nicht damit gerechnet .In diesen 15 Jahren mit Lebensproblemen habe ich den ganzen Stress durch übermäßiges Essen unterdrückt und hatte bei einer Größe von 168 ein Gewicht von 89 kg erreicht, was viel zu viel ist.

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