2.7 Studium der BWL und Lebenserkenntnisse (2002-2004)

Nach dem ich das Abitur gemacht habe,wollte ich eine kaufmännische Ausbildung machen, jedoch hat es wieder nicht geklappt, da die Konkurrenz zu groß war und die Ausbildungsplätze gering waren. Ich stand wieder vor der gleichen Frage wie nach der mittleren Reife. Meine Eltern haben mich mal wieder gedrängt. Diesmal sollte ich studieren, sie wollten ja einen gebildeten Sohn haben auf den Sie stolz sein können. Für mich war klar ,dass ich BWL studieren würde, da ich ja in einem Wirtschaftsgymnasium war. Ich hab mal wieder irgendetwas gemacht um nicht nichts zu tun. Nach der Bewerbung über die ZVS um einen Studienplatz, habe ich einen Studienpaltz in Ostdeutschland bekommen.

Das ist doch dort wo die Nazis herkommen und die Arbeitslosenquoten in Deutschland am höchsten sind dachte ich und dort soll ich jetzt hingehen ? Als sozial-ängstlicher Mensch hatte ich dabei ein schlechtes Gefühl, aber ich musste jetzt dort hin zum studieren. Als ich dann später erfahren habe dass dort vor ein paar Jahren ein ausländischer Professor zusammengeschlagen wurde und ich in einem Wohngebiet lebe in dem sich Nazis rumtreiben, hatte ich ein schlechtes Gefühl.

Wenn ich in der Bahn abends unterwegs war und Junge Menschen laut waren hatte ich eine enorme Angst und wenn ich nachts nach Hause gelaufen bin hatte ich Verfolgungsangst,musste nachschauen ob mich jemand verfolgt und bin schnell gelaufen. Einen Schrecken habe ich bekommen als ich eines Tages nach Ende der Vorlesung zur Bushaltestelle gelaufen bin und dort eine Gruppe von Nazis Flugblätter verteilt haben. Auf die Frage ob ich Deutscher bin habe ich Ja gesagt , das Flugblatt schnell eingesteckt, bin in den Bus eingestiegen und habe gehofft dass der Bus endlich losfährt.

Ich glaube ich hätte es nicht lange ausgehalten wenn ich nicht eine Gruppe von Kommilitonnen kennengelernt hätte. Nach einer Vorlesung hat mich einer von diesen angesprochen und wir haben uns kennengelernt. Außerdem hat er mich der Gruppe vorgestellt, so habe ich auf einmal mehrere Leute kennengelernt und war in einer Gruppe. Das hat sich gut angefühlt. Mit der Zeit habe ich noch mehr Leute kennengelernt die dann unseren Gruppe beigetreten sind. Für mich waren das die besten 2 Jahre meines Lebens. Ich hatte viele Leute um mich mit denen ich sprechen konnte,denen ich vertraut habe und mich langsam geöffnet habe. Sie waren alle freundlich,höflich und nett zu mir. Das komplette Gegenteil meiner bis dahin gemachten Bildes vom bösen,aggresiven, fiesen Menschen. Das hat mich schon sehr überrascht. Ich habe mit den Leuten unserer Gruppe viel Zeit verbracht ob beim Essen in der Mensa,zusammen Lernen, bei gemeinsamen Unternehmungen wie Basketballspiel im Stadion,Bowling,Spielabend, Minigolf oder auch den Besuch von Bibeldiskussiongruppen in denen ich einen guten Einblick bekommen habe was es bedeutet Christ zu sein. Hier habe ich diese Menschen wieder anderst erlebt, wie Sie mit total fremden Menschen umgehen,also würden sie zur ihrer Familie angehören. Das war für mich eine total neue Erfahrung in der ich die ganze Liebe dieser Menschen spüren konnte. Ich bin da gerne hingegangen,denn es hat mir gut getan.

Insgesamt hat sich mein Zustand nach diesen 2 Jahren verbessert, ich hab mehr gesprochen und in einem lauteren Ton , bin offener geworden und hab neues ausprobiert.Mit diesen Leuten um mich war es dann für mich leichter, so dass ich nach 4 Semestern das Vordiplom der BWL gemacht habe obwohl ich 2-3 mal eine Prüfung nicht bestanden habe.

Das erste Mal mit einer Fremden

Im Sommer 2003 ist mein Vater in mein Zimmer gekommen und hat gemeint es ist an der Zeit dass ich mit einer Frau schlafe. Ich muss Erfahrungen sammeln im Bett damit ich später vorbereitet bin und weiß was zu tun ist, wenn ich eine Frau heirate, waren seine Worte.Vielleicht war der Hintergrund dieser Aktion auch herauszufinden ob ich eventuell homosexuell bin, ich hatte und habe ja nie eine Freundin gehabt. Ich war überrascht, den mein Vater hat um das Thema Sex nie gesprochen es war ein Tabu-Thema. Ich hab nicht lange nachgedacht und instinktiv ja gesagt, schließlich bekommt man so ein Angebot nicht jeden Tag. Es war der 11.August 2003, und ich war mir nicht wirklich bewußt was ich da gleich machen würde. Als wir dann im Laufhaus waren war ich sehr unruhig und hatte Angst,die Nähe einer Frau und der Körperkontakt mit ihr hat mich auf eine enormes Stressniveau gebracht.

Zum Glück musste ich mich nicht vor ihr ausziehen,sondern sie ist später ins Zimmer reingekommen und ich lag nackt auf dem Bett. Ich hab sie ein paar Fragen gestellt, damit ich weiß mit wem ich mein erstes mal hatte. Sie war damals genau wie ich 22 Jahre alt und kam aus Rumänien. Sie war hübsch , nett ,hat sich Zeit gelassen und ihren Job gut gemacht. Also sozial-ängstlicher Mann der nie Körperkontakt mit einer Frau gehabt hat, hab ich sie machen lassen, ich war einfach mit der Situation überfordert.Sie hat mir das Kondom über den Penis gezogen und hat mit Oralsex angefangen. Danach hat sie sich auf mich hingesetzt und vorsichtig mein Penis in Ihre Vagina eingeführt und Sex gemacht. Ich habe mich dabei unwohl gefühlt, ich war Mucksmäuschen still und habe keinen laut von mir gegeben. Mein ganzer Körper war sehr angespannt. Ich konnte den Stress und die Unruhe in meinen ganzen Körper spüren und hab mich überhaupt nicht bewegt. Nach einer Weile hat sie vorgeschlagen zur Missionarstellung zu wechseln. Ich habe mit leiser Stimme zugestimmt. Als ich dann diese nackte Frau vor mir hatte und in ihr Vagina eindringen sollte sind mir lauter Gedanken durch den Kopf geschossen, ob sie das überhaupt will, ob ich das darf, ob sie schmerzen bekommt wenn ich in ihr eindringe und ob etwas schlimmes passieren könnte. Meine Sensibilität hat sich hier gezeigt und der übermäßige Stress hat dazu geführt dass ich keine Lust empfinde konnte. Ich war einfach blockiert und habe mich sehr langsam bewegt, so dass die Frau nachhelfen musste,indem sie mich vom Arsch zu sich gezogen hat, so ist es dann weiter gegangen bis ich gekommen bin. Außerdem habe ich sie mit den Hände nicht berührt.Ich wollte ihre Brüste anfassen um zu sehen wie sich das anfühlt, aber ich hatte Angst dass sie das nicht will und habe es gelassen. Ich hätte gerne einen Kuss mit ihr, aber ich konnte nicht darüber sprechen.Ich hatte Angst dass sie das ablehnen könnte. Stattdessen habe ich gelacht und sie hat mich gefragt warum ich lache. Ich konnte ihr nicht antworten,aus Angst. Ich wollte ihr damit sagen, dass sie sich sehr Mühe gegeben hat, mein erstes mal mit einer Frau, ein schönes Erlebnis werden zu lassen und ich darüber froh war dass es eine einfühlsame Frau war, statt eine die sagen würde kriegst du überhaupt einen hoch und nur schnell fertig sein möchte. Außerdem wollte ich ihr damit sagen dass ich sie sympathisch finde, aber leider konnte ich nichts von all dem sagen.Ich denke ich werde sie gut in Erinnerung behalten.

Zwanghaftes Verhalten

Im Jahr 2004 ist sehr vieles in mein Leben passiert, was mich verändert hat. Ich dachte wenn ich Gewicht abnehmen würde,dass ich attraktiver wäre und meine Chancen bei den Frauen erhöhen wurde. Der wahre Grund für meine Gewichtsreduktion war jedoch meine tiefe Sehnsucht nach einer Beziehung so daß ich eine bestimmte Frau an der Uni immer wieder angeschaut habe und sie sogar verfolgt habe um zu sehen wo sie hinfährt und dadurch zu erfahren woher sie herkommt.Ich wollte sie eigentlich nur mal ansprechen und kennenlernen aber irgendwie habe ich gemerkt dass ich sie so nur verschrecke und habe es dann sein lassen. Ich habe mich auch nie getraut sie anzusprechen. Ich denke das war das erste mal dass mein zwanghaftes Verlangen nach einer Beziehung in Erscheinung getreten ist. Auf jeden Fall habe ich in dieser Zeit ca. 3 Monate 21 kg verloren und wog nach meiner zwanghafter Abnehnmkur ,bei der ich wenig gegessen und viel getrunken habe, nur 67 kg. Ich habe mich dabei täglich mehrmals gewogen und kontinuierlich Gewicht abgenommen. Im Nachhinein muss ich sagen,dass ich nicht gesund abgenommen habe da ich mal 24h oder länger nichts gegessen habe und mein Magen sich dann richtig schlecht angefühlt hat. Ich denke ich hab es übertrieben und würde dass nicht nochmal machen.

Erkenntnisprozess

Im Frühling habe ich in einer Zeitschrift über Depression gelesen und das ist mir irgendwie bekannt vorgekommen. Ich habe mir dann vorgenommen im Internet zu recherchieren um zu sehen ob ich noch mehr darüber herausfinden kann. Im Computer-Pool der Uni habe ich dann einen großen Fund gemacht.Ich habe erst über Depression gelesen und dann bin ich auf einen Artikel über Angst gestoßen, als ich dann beim Abschnitt über soziale Phobie war,kam mir das sehr bekannt vor. Ich hab mir das mehrmals gelesen und mir war gerade klar geworden dass ich entdeckt habe dass ich an einer Angsstörung leide und ein psychisches Problem habe. Am Anfang konnte ich das überhaupt nicht glauben, aber um so öfter und genauer ich mir das gelesen habe gab es für mich keine Zweifel. Ich wollte es einfach nicht wahr haben. Wie konnte niemand das bemerkt haben in so vielen Jahren. Erst nach 17 Jahren habe ich erkannt woran ich leide, hätte das nicht vorher auffalen müssen ?

Pornos und Onaniesucht

Noch im selben Jahr, habe ich mich intensiv mit dem Thema Sex beschäftigt. Mit einen Kommilitonnen waren wir öfters am PC-Pool und er wollte mir helfen eine Freundin zu finden, mit der ich Sex habe könnte, da ich ihm immer gesagt habe dass ich ein Jungmann bin. Wir haben dabei am Anfang auf verschiedene Seiten mit Frauen gechattet und später haben wie auch Nacktbilder von Frauen auf Pornoseiten angeschaut. Später war ich auch alleine am PC-Pool und habe mir Pornoseiten angeschaut. Wenn ich nach Hause gefahren bin, also an meinem Heimatort, habe ich beim unserem gemeinsamen PC Pornos angeschaut und auch Pornoseiten besucht immer wenn ich alleine war damit mch ja niemand erwischt. So ist es dann dazu gekommen dass ich zu den Videos onaniert habe.

Bevor ich mit der Porno- / Onanie- / Sexsucht weitermache möchte ich erzählen wie ich über Sex aufgeklärt wurde. Meine Eltern haben nicht über Sex geredet es war ein Tabu-Thema, ich habe es durch Zufall erfahren.

Eines Tages als ich mit meinem Bruder alleine zu Hause war, habe ich nach dem Gameboy gesucht den unsere Mutter die Tage davor weggenommen hatte damit wir nicht den ganzen Tag damit spielen. An diesem Tag habe ich mich auf der Suche danach im Schlafzimmer meiner Eltern gemacht. Ich habe eine Schublade aufgemacht und dort nach dem Gameboy gesucht. Ich war damals 13 Jahre alt. Dort habe ich Videokassetten mit dem Cover von Nackten Frauen und Männern gefunden und zu meinen Bruder geschrien, der in einem anderen Zimmer gesucht hat, ich habe etwas gefunden, was ist das ? Er wusste auch keine Antwort darauf. Wir haben dann einen Videofilm genommen sind ins Wohnzimmer gegangen und haben uns diesem angeschaut. Als ich diesen Pornofilm gesehen habe, hab ich richtig gestaunt und in die Röhre geschaut. Ich konnte nicht richtig glauben,was ich da sehe. Ich habe mich gefragt, haben dass meine Eltern auch gemacht ? Ich konnte einfach nicht glauben dass meine Eltern miteinander Sex hatten und als ich gesehen habe dass der Mann in dem Video abspritzt konnte ich das genausowenig glauben, dass da was rauskommt. Ich bin dann sofort ins Klo um es an mir selber auszuprobieren und hatte dann meinen ersten Samenerguß. Das war schon ein richtiger Schock den ich erstmal verdauen musste.

So nun zurück zur Sucht. Mit der Zeit habe ich immer mehr Zeit verbracht Pornos anschauen und habe das regelmäßig gemacht. Durch das Onanieren und gleichzeitig Pornos anschauen, hat sich die Lust gesteigert so dass ich einen Kreislauf drin war . Pornos- Onanieren- Pornos- Onanieren usw. So ist onanieren zwanghaft geworden und ich habe es auch gemacht wenn ich keine Pornos mehr angeschaut hatte, es ist zu einem Art Ritual geworden und fester Bestandteil im Tagesplan. Die Onaniesucht, hat dann dazu geführt dass ich mehrmals täglich onaniert habe so 5- 10 mal täglich und das nicht mehr abschalten konnte. Es hat sich automatisiert und ich habe es meistens abends und morgens gemacht. Ich konnte dadurch auch schlecht schlafen und bin auch nachts wach geworden um den zwanghaften Trieb nachzugehen. Wenn ich onaniert habe , habe ich gedacht dass ich Sex haben muss,es ist zu einem zwanghaften Verlangen nach Sex geworden. Um dieses zwanghafte Verlangen zu erfüllen, wollte ich ausprobieren ob ich eine Frau ins Bett bekomme in dem ich so ein Phäromone-Parfum ausprobiert habe. Ich war an der Uni und habe gedacht egal welche Frau kommt, ich muss einfach Sex haben und mir wäre es egal ob es eine Oma oder ein junges Mädchen sein würde. Ich dachte ich muss auch die ganzen Sexpraktiken die in den Pornos mein Interesse geweckt haben, ausprobieren. Ich hab aber später erkannt dass ich nicht der Typ bin der so mit einer Frau umgeht und das nicht meinem naturell entspricht mit total fremden Frauen Sex zu haben. Außerdem hatte ich Angst davor wie ich reagieren soll wenn mich eine Frau anfällt. Ich wäre glaub auf so was nicht verbereitet ,es würde mich erschrecken und ich hätte den Körperkontakt vermieden. So habe ich beschlossen das Zeug in der Toilette runterzuspülen und die ganzen Aktion zu vergessen, bevor was unangenehmens passiert. So ist es dann beim Pornos anschauen, ständigem onanieren und den Ich-muss- Sex haben Gedanken geblieben.

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