2.12: 1 stationäre Therapie (2009) und Studienabbruch

Nach diesem Semester, in dem es mir sehr schlecht ging habe ich ein Urlaubssemester genommen um eine Therapie zu machen.Ich habe einen Pschychiater aufgesucht und meine Lebenssituation geschildert.Mein Ziel war es eine stationäre Therapie zu machen um mit meinen Problemen klar zu kommen. Der Psychiater hat mich dann in einer  psychosomatischen Klinik eingewiesen. Ich war ca. 8 Wochen in Behandlung und das Ergebnis war nüchtern. Die Therapie hat mir nicht weitergeholfen meinem Ziel ein Stück näher zu kommen. Ich hab jedoch die Erkenntnis gewonnen dass nicht jede Klinik für jeden Patienten geeignet ist und das war für mich der Fall war. Mein Wut-Problem hat die Therapie noch mehr erschwert, da ich daduch noch mehr Abneigung verspürt habe, Kontakte mit Menschen aufzunehmen und ich von Anfang an gesagt habe dass diese Sache Primär bearbeitet werden muss,damit die Therapie überhaupt erfolgreich sein kann. Anscheinend habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt oder das ist untergegangen.Es war für mich eine generalisierte Therapie statt einer individuellen Therapiemethode. Die Einzelgespräche die 1 x die Woche waren und die wechselnden Therapeuten wegen Urlaub waren einfach zu wenig und ungünstig um mir weiterzuhelfen. Ich habe mir da mehr Termine und Übungen/Hausaufgaben gewünscht,den dieses bischen Therapie und Autotherapie-Modell haben mir nicht gefallen.

Eines ist mir während der Therapie klar geworden, nämlich dass ich ein Spielproblem am PC/im Internet habe. Nach 4 Wochen Therapie bin ich an einem Wochenende nach Hause gefahren. Ich habe das Wochende mal wieder dazu genutzt um an meine Browsergames zu spielen. Da ich es in der Klinik nicht ohne meinen Laptop ausgehalten habe, habe ich ihn einfach mitgenommen und vor Ort ein paar PC spiele gekauft. In meinem Zimmer in der Klinik habe ich dann an dem PC gespielt und auch die Möglichkeit ins Internet zu gehen wahrgenommen. An einem Wochenende hab ich dann den ganzen Tag am PC gespielt von morgens bis abends und die Mitpatienten im Zimmer haben gemeint ich wäre PC- Spielsüchtig.Als es dann Schlafenszeit war und ich immer noch gespielt habe, habe ich mich mit einen Zimmerkollegen gestrieten, da ich ja noch nicht schlafen wollte,sondern spielen. Ich hatte Angst dass er aggresiv wird,aber ich habe weitergespielt. Am nächsten Tag ist er aus dem Zimmer ausgezogen und wir haben seit dem kein Wort miteinander gesprochen. So ging es dann weiter bis zum Ende der Therapie. Die ein paar Üben am Ende der Therapie zum Selbsicherheitstraining waren dann zu verspätet und zu kurz. So wurde ich dann wieder mit der Gefühl aus der Klinik entlassen dass es wieder nichts gebracht hat.

Das nächste Semester war das voll im Zeichen des Spielens. Ich war praktisch in diesen 6 Monaten kaum an der Hochschule. Die Wohnung habe ich nur zum Einkaufen von Lebensmitteln und für Heimfahrten verlassen. In diesem Semester haben sich meine Online-Spielzeiten drastisch erhöht. Von vielleicht einmal 6- 8 h/tag hab ich dann 13-18 h/tag im Internet mit dem Laptop den Tag und die Monate rumgekriegt.

Nach der erfolglosen Therapie habe ich mich noch mehr mit dem Online spielen beschäftigt.Ausserdem habe ich mich regelmäßig onaniert und abends stundenlang Pornos angeschaut. Es war für mich schwer überhaupt zu studieren mit dieser Sucht und den negativen Gedanken dass das alles sinnlos ist und nichts bringt. Ich habe vergessen wer ich bin und was ich tue und habe mich voll auf das Spielen konzentriert. Es gab nichts anderes in meinem Leben ausser das Spielen und Surfen im Netz. Es war ein Akt der Verzweiflung und der Aufgabe wie es jedes anderes mal war als ich mich vom Internet /PC absorbiert habe lassen.

Ein mal mehr war die Angst und Panik dafür verantwortlich dass ein enormer Stresspegel durch mich geschossen ist und ich mir die Frage gestellt habe : „was mache ich denn da in meinem Leben ?“ und „wo soll das hinführen ?“ Ich war wieder in der gleichen Situation wie vor 2 Jahren als ich das Studium abgebrochen habe. So ist es dann dazu gekommen dass ich definitiv wegen des Onlinespielens mein Studium  nicht zu Ende machen konnte, aber auch meine negativen Gedanken mit der Tendenz der Traurigkeit und Depression, die es mir nicht ermöglichen mich auf das Studium zu konzentrieren. Ausserdem hat mir auch die Einsamkeit und Kontaktlosigkeit schwer zu schaffen gemacht.

Ausgelöst durch die Angst und Panik habe ich wieder über eine Therapie nachgedacht. Ich habe bemerkt das meine Online-Spielzeiten sich verlängert haben und meine Sucht schlimmer geworden ist,deshalb habe ich beschlossen eine Suchttherapie zu machen.

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