Badminton Anfängerkurs

Ich gehe seit kurzem  zu einen Badminton Anfängerkurs. Einerseits will ich eine  für mich neue Sportart kennenlernen und Andererseits  will ich meine körperliche Fitness verbessern und durch zusätzlichen Sport mein Ziel Gewicht abzunehmen unterstützen. Eine anderes Ziel ist es neue Leute kennenzulernen um Kontakte zu knüpfen.  Ich habe Badminton ausgewählt weil ich es schon mal ausprobiert habe in einer Reha und es hat mir Spaß gemacht und Freude bereitet, so daß ich mir vorgenommen habe, es auch in meiner Freizeit regelmäßig zu machen. Am Anfang des Kurses waren überraschenderweise wenig  Kurs-Teilnehmer da,  was ich merkwürdig fand. Ich werde den Kurs regelmäßig besuchen und hoffe dass mit der Zeit  auch mehr Leute kommen und ich mit dem einen oder anderen in Kontakt komme. Ich will auch meine Fähigkeit Badminton zu spielen verbessern und die Schlagtechniken erlernen die im Kurs vorgestellt werden. Meine Kondition und Ausdauer soll auch davon profitieren in dem ich jeden Ball hinterher renne und mit vollem Einsatz dabei bin  ohne es dabei zu übertreiben und unmögliches zu versuchen.

Ich war ein mal mehr überpunktlich bei der Sporthalle um nicht im letzten Moment aufzutauchen und einen schlechten Eindruck von mir zu machen. Ich wollte mir keinen Streß machen mit der Parkplatzsuche und dem auffinden der Sporthalle . Das Ergebnis war dass ich viel zu früh an Ort und Stelle war. Ich musste über eine halbe Stunde warten bis jemand gekommen ist der aufschließen konnte.

Nach dem ich dann in der Sporthalle war und mich umgezogen hatte  musste wir die Netze an den Pfosten befestigen. Da habe ich schon meine Unsicherheit gemerkt. Ich war mir unsicher wie die Pfosten reingehören und wie ich die Schnur vom Netz durchhängen soll um das Netz zu spannen und anschließend zu befestigen. Ich habe mich dann dabei erwischt wie ich passiv zugeschaut habe wie die anderen erfahrene Teilnehmer und der Kursleiter die Netze gespannt und befestigt haben. Das kann ich  als eine weitere Übung in meiner Therapie einbringen. Die positive Erfahrung eine Netz selbst aufgestellt zu haben und der Erfolg dabei, werden mein Vertauen in meinen eigenen Fähigkeiten erhöhen in dem ich mich bestätigt sehe dass ich das auch selbst packe. Da ich diesen Erfolg jedes mal erleben kann wenn ich beim Badminton bin, sollte ich aktiv an diese Aufgabe rangehen und als erster ein Netz aufstellen. Ich denke dass wird mir persönlich viel bringen.

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Die Waage halten

In dieser Therapiesitzung habe ich am Anfang über die Schöne Erlebnisse geredet die mir letzte Woche Freude bereitet haben. Dabei habe ich von der Selbsthilfegruppe gesprochen und von  dem Gespräch mit einem Teilnehmer, der mich dann nach Hause gefahren hat. Der Vorschlag meines Therapeuten war dass ich beim nächsten mal, wenn er mich wieder nach Hause fährt ich darauf bestehe ihn auf einen Kaffee einzuladen. Es macht nämlich einen schlechten Eindruck wenn man nur nimmt und nichts gibt. Das schadet der Freundschaft und über kurz oder lang wird der andere sich ausgenützt fühlen, deswegen ist es ratsam die Waage ins Gleichgewicht zu halten, bei der das Nehmen und Geben sich ungefähr ausgleichen. Ich hab auch von einem anderen Bekannten erzählt  der gerne Leute mitnimmt, da er eh in die Richtung fährt. Hier war die Antwort meines Therapeuten die selbe und nämich ihn auf einen Kaffee einzuladen, das ihm bestimmt freuen wird. Es mag sein dass er kein Geld verlangt aber innerlich wird er sich wohl über kurz oder lang  ärgern dass man seine Freundlichkeit ausnutzt. Um Freundschaften zu knüpfen und aufrechtzuerhalten sollte ich auch mal was geben um die Aufmerksamkeit  und Wertschätzung des gegenüber zu bekommen.

Ein anderes Thema war  die Vorstellung eines weiteres Buches, bei dem es ins eigemachte des Buddhismus geht, das ich mir aber nicht geholt habe da ich genug zu lesen habe und auch kein Interesse am Buddhismus habe, sondern wie ich meine  Lebensziele erreichen kann und Lebensprobleme lösen kann. Ich habe dann auch ein paar interessante Links bekommen die ich mir anschauen sollte und die auch interessant seien bei der es um das Thema Lernen und Meditation geht

Zum Schluss des Gesprächs haben wir uns Gedanken gemacht was ich für eine Aufgabe  bis zum nächsten mal machen kann. Da ist mir die Idee gekommen dass ich im Seminar immer auf dem gleichen Platz sitze und es interessant wäre wenn ich mich mal woanders hinsetze und mich dann mit den anderen Auseinandersetzen muss da ich ja ihren Platz besetze. Es ist mir auch aufgefallen dass die Teilnehmer daraufhinweisen dass das der Platz von A ist wenn sich jemand auf diesen Platz hinsetzen möchte. So mit muss ich mich bei dieser Aufgabe durchsetzen und nicht nachgeben,falls jemand meint das ist sein Stammplatz. Ich denke dass ist eine interessante Aufgabe, bei der ich auf die Reaktionen und Verhaltensweisen der anderen gespannt bin. Von einem anderen Blickwinkel sieht man auch die anderen anders.

Schönes in den letzten 7 Tagen

In den letzten 7 Tagen habe ich die Aufgabe aus der Therapie gemacht und auf schönes  geachtet. Diese möchte ich hier aufschreiben und noch mal Revue passieren lassen:

Tag 1: Nach der Selbsthilfegruppe habe ich mit einem Teilnehmer gesprochen. Durch die ganzen Fragen und das Gespräch ist heraus gekommen dass er aus der gleichen Stadt kommt und ich hab gefragt ob er mich mitnehmen kann. Auf dem Weg hab ich ihm alles mögliche gefragt und auch von mir und meinem Leben erzählt. Ich hatte Freude dabei und das hat mir gut getan. Ich weiss jetzt auch mehr über ihn.

Tag 2:  Ich hatte die Aufgabe eine Collage zum Thema Motivation in einer 2er Gruppe zu machen, obwohl die Aufgabe für mehrere Teilnehmer und Gruppen gedacht ist. Trotz der kleinen Gruppe und relativ geringen Zeit für diese Aufgabe ist es uns gelungen die Collage fristgerecht  fertig zu machen. Die Gespräche und die Zusammenarbeit haben mir gefallen und ich bin froh dass es so gut geklappt hat.

Tag 3:In unserem Seminar hab ich es endlich geschafft einen Teilnehmer zu fragen ob er Lust hat mit mir ins Kino zu gehen. Zuvor hatte ich ihm das Kinoprogramm gezeigt und gesagt dass ich mal wieder ins Kino gehen möchte . Wir haben uns auch über andere Freizeitäktivitäten unterhalten.

Tag 4: Ich habe ein TV- Sendung über Bauchfett, Gymnastikübungen, Fettmessung  und Taillenumfang angeschaut, der nicht größer als 94 cm sein soll. Dann habe ich mir den Spaß erlaubt diesen messen zu lassen und habe da ca. 100 cm  rausbekommen, wenn ich richtig gemessen habe .Ich muss noch einige Kilos abnehmen um an diesen  Wert ranzukommen. Ich fand die Sendung informativ und spannend und hatte Freude beim messen.

Tag 5: Ich hab eine richtig schöne Komödie angeschaut bei der ich viel Lachen musste und das war schön. Außerdem habe ich den Teilnehmer eine SMS geschickt, damit wir mal zusammen ins Kino gehen

Tag 6: Einen alten bekannten aus einer Selbsthilfsgruppe habe ich getroffen und mich mit ihn unterhalten. Es war  schön seine Neuigkeiten zu hören und wie es ihm geht. Ausserdem habe ich mich mit dem Teilnehmer noch mal darüber unterhalten wann wir ins Kino gehen und es ist dabei rausgekommen dass Montag und Dienstag Kinotag ist und wir an einen dieser Tage hingehen werden.

Tag 7: Nach dem ich den alten bekannten aus der Selbsthilfegruppe getroffen hatte und er gefragt hat ob ich mal wieder vorbeischauen möchte und dass sich die anderen darüber freuen würden, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen mal wieder diese Selbsthilfegruppe zu besuchen. Es war schön und es hat mir gut getan, aber reglmäßig dort hingehen werde ich wohl nicht den ich habe die andere Selbsthilfegruppe, Therapie,  2mal Fitness und Badminton, das ich mir dann zu viel.

Auf schönes achten

Nach der  letzten Gesprächstunde, bei der ich meine Vorstellungen einer Verhaltenstherapie geäußert habe und aufmerksam gemacht habe dass die Therapie später anfängt als vereinbart,haben wir pünktlich angefangen. Bei der Befindlichkeistfrage habe ich erzählt dass ich mich gut fühle. Die Letzte Woche war für mich ganz gut im Seminar. Zum einen hat sich die Teilnehmerzahl verringert und ich konnte mich  somit mich mehr beteiligen. Zum anderen habe ich den einen und den anderen Vortrag gehalten. Mein Eindruck von meinen Vorträgen war positiv, ich war mit mir selber zufrieden und habe mich dabei wohl gefühlt. Es hat auch richtig Spaß gemacht. Die Aufgabe vom letzten Mal, mich über die anderen Teilnehmer zu informieren habe ich erledigt und konnte darüber sprechen. Wir haben uns auch über meine beruflichen Möglichkeiten unterhalten. Da ich ja 24 Prüfungen in meinem Studium in BWL bestanden habe, aber keinen Abschluss habe,war die Überlegunge ob ich nicht einen Abschluss bekommen könnte. Trotz so vielen bestandenen Prüfungen ist  das unrealistisch. Bei meinem 2 Anlauf hatte ich 20 Prüfungen und habe nur die ersten 2 Semester angerechnet bekommen. Außerdem ist der Bachelor anders aufgebaut als der alte Diplom- Studiengang. Ich sehe da nur die Möglichkeit komplett neu anzufangen, was auch besser für mich wäre da ich neue Menschen kennenlernen würde, da am Anfang alle dieselben Vorlesungen besuchen müssen. Ansonsten bleibt mir nur noch die Alternative einen Ausbildungsplatz zu bekommen oder mich nach einer Arbeitsstelle umzuschauen. Ich habe auch erzählt wie es mir bei der Selbsthilfegruppe geht und was ich dort alles mache. Dann hab ich genaures über die Kurse erzählt die ich bei der VHS gebucht habe. Über das Buch was mir der Therapeut letztes mal empfohlen hat, haben wir auch gesprochen. Es ist ein Buch über Achtsamkeitsübungen, dass ich mir gerade durchlese und dann auch praktisch anwenden werde.

Die Aufgaben die ich bis zum nächsten mal bekommen habe sind in der Runde zu Fragen ob jemand Lust hat ins Kino zu gehen oder auf einen Kaffee. Zusätzlich soll ich auf schöne Sachen achten und mir diese aufschreiben. Mit Schönen Sachen, sind positive Erlebnisse, bei der ich Freude habe,  gemeint, wie ein nettes Gespräch, ein guter Vortrag oder ein schöner Sonnenaufgang. Der Sinn dieser Übung ist es positive Ereignisse wahrzunehmen und zu registrieren, da man selbst nur so von negativen Gedanken und Gefühlen überwältigt ist,so  dass die positiven Sachen da untergehen. Ich finde das ist einen gute Übung damit ich langsam aus dieser singulären Welt der negativen Gedanken und Gefühle abtrete  und in der pluralen Welt der Positiven eintauche.

Ich hoffe dass ich bis zum  nächsten Termin, die Aufgaben erfüllt habe und auch all das Positive was  in meinem Leben passiert auch wahrnehme.

Monatsrückblick Januar 2014

Da  ich jetzt so weit fertig bin mit meiner Lebensgeschichte werde ich jeden Monat zusammenfassen was so in meinem Leben passiert ist. Dies soll mir helfen  mich über meine Fortschritte zu freuen und weiter daran zu arbeiten meine Lebensziele zu erreichen. Außerdem dient es der Konfrontation, falls ich nicht mehr mit vollem Einsatz bei der Sache bin soll es mich daran erinnern warum es für mich wichtig ist dran zu blieben. Erstmalig mach ich das ab Januar 2014.

Da erste nennenswerte Punkt im Januar, war dass ich eingesehen habe dass die Onlinespiele mir nur schaden. Als ich im Oktober mit meiner Ernährungsumstellung angefangen habe, habe ich auch wieder mit einem Onlinespiel angefangen. Ich will jetzt nicht das Onlinespielen entschuldigen, aber ich weiss nicht ob ich  meine Ernährungsumstellung länger durchgehalten hätte , wenn ich nicht mit einem Onlinespiel angefangen hätte. Den Stress und die Unruhe konnte ich in gewisser Weise durch Erfolge und Spaß im Spiel ausgleichen. Anfang Januar hab ich mich entschieden mit dem Spiel aufzuhören und mich noch mehr zu Bemühungen meinen kalorienreduzierten Ernährungsplan einzuhalten. Da nicht nur mein Übergewicht ein Problem ist und ich mich persönlich weiterentwickeln möchte, war die nächste wichtige Entscheidung mit meinen persönlichen Blog anzufangen, den ich am 17.Januar gestartet habe, obwohl ich mich immer wieder davon gedrückt habe. Das Ziel das ich mit meinen blog verfolge ist es meine Lebensgeschichte niederzuschreiben und mir über meine Probleme voll und ganz im Klaren zu sein. Außerdem dient es mir als Arbeitsplattform in dem ich meine Lebensziele festlege, mich über  meine Therapie und alle nötigen Schritte, um meine Ziele zu erreichen, Gedanken mache und welche Hindernisse ich aus dem Weg räumen muss . In der Kategorie Aktivitäten geht es dann um das  Handeln, also meine Vorhaben  umzusetzen und ein neues Verhalten zu zeigen, dass mir zugute kommt. Das Schreiben hat dabei eine wichtige Rolle. Man geht einen Vertrag mit sich selbst ein und verpflichtet sich diesen zu erfüllen. Ein weiterer wichtiger Punkt war dass ich meinen Rückzug vom Schachsport bekannt gegeben habe und mich mit dem Schach nicht beschäftige, wegen meiner Schachsucht. Seit 3-Wochen besuche ich ein 3-monatiges Seminar dass mir dabei helfen soll meine Bewerbermappe zu optimieren, meine Kommunikationsfähigkeit zu verbessern und neue Stressbewältigungsstrategien zu erlernen. Ich bin mit ganzem Herz bei der Sache und erhoffe mir davon  viel zu lernen und neue Erfahrungen zu machen. Ausserdem möchte ich  mehr in Kontakt  mit den anderen Teilnehmern kommen.Was gab es noch im Januar? Ich hab mein Vorhaben 2 mal wöchentlich ins Fitnessstudio zu gehen in der Tat umgesetzt und bin schon 3 Wochen dabei.Das werde ich auch weiterhin machen. Da ich mich damit nicht zufrieden gegeben habe,habe ich dann noch 2 Kurse bei der VHS gebucht. Der eine fängt im Februar an und es ist ein Badminton-Kurs. Der andere Kurs fängt im März und es handelt sich um einen Selbstverteidigungskurs. Von dem Kursen erhoffe ich mir einerseits meine Fitness zu verbessern und neue Menschen kennenzulernen. Andererseits möchte ich mein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stärken. Da in meinen Wochenplan noch Platz frei ist, mache ich  noch eine Therapie und ich hatte jetzt schon 11 Gespräche. Zusätzlich besuche ich eine Selbsthilfegruppe um selbstbewusster und sicherer aufzutreten sowie lauter und langsamer zu sprechen. Das was ich momentan mache ist schon viel, aber es kommt nicht auf die Quantität an sondern auf die Qualitä an. Ob ich persönlich weiterkomme,hängt davon ab was ich machen werde um soziale Kontakte zu knüpfen und aufrechtzuerhalten. Das pure Besuchen der Kurse/des Seminars wird nicht das ausschlaggebende sein, sondern ob ich auf Mensche zugehen werde und mit welcher Art.

Noch mal das wichtigste in Stichpunkten festgehalten was sich in meinen Leben im Monat Januar getan hat:

  1. Mit dem Onlinespielen aufgehört
  2. Beibehaltung Ernährungsplan
  3. Beginn persönlicher Blog
  4. Rückzug vom Schachsport
  5. 2 mal die Woche Fitnessstudio (schon 3 Wochen)
  6. Besuch 3-monatiges Seminar
  7. Anmeldung bei 2 Sportkursen der VHS
  8. Therapie (bis jetzt 11 mal)
  9. Besuch einer Selbsthilfegruppe ( 2mal)

3.Persönliche Situation

In diesem letzten Abschnitt meiner Lebensgeschichte werde ich schreiben was sich seit meinem letzten Therapieversuch getan hat und wie es mit meiner beruflichen und persönlichen Situation aussieht.Nach der abgebrochenen Therapie habe ich mich fallen lassen und mich aufgegeben. Ich habe keinen anderen Therapeut gesucht um die Verhaltenstherapie fortzusetzen, sondern habe mir meine eigene Suizid-Variante ausgedacht. Nicht das aktive sich Umbringen durch Vergiftung, eine Kugel ins Kopf schiessen, aus dem Haus springen oder vor dem Zug springen um auch der Öffentlichkeit zu zeigen wie Lebensmüde und verzweifelt ich bin. Als jemand der passiv durchs Leben geht, keine soziale Kontakte, kein Berufsabschluss, kein selbstbestimmendes Leben hat habe ich das passive sich Umbringen gewählt,durch Nichstun um diese Umstände zu ändern, weil es meiner Person entspricht und ich vom Leben tief enttäuscht bin und keinen Ausweg sehe.

Diese tiefe Enttäuschung und Verzweiflung sowie meine Glaubenssätze dass mein Leben fix, starr und festgelegt ist so wie es war , ist und immer sein wird. Sowie dass das Leben nicht für mich gemacht ist, sondern für die anderen und ich hier einfach am falschen Platz bin und nicht hier hingehöre, sondern dort wo ich hierher gekommen bin.

Mit solchen und ähnlichen Glaubenssätzen habe ich zu kämpfen wenn ich versuche etwas in meinem Leben zu ändern. Meine positiv denkende Anteile haben einfach keine ausreichende Durchsetzungskraft um diese Situation zu kippen. Was möchte ich damit sagen ? Das ich immer wieder einen kleinen Anlauf nehme aber der nicht reicht um über den Wendepunkt zu kommen,sondern der Ball immer wieder zurückgeworfen wird. Dieser Blog soll mir helfen den Anlauf zu erhöhen um über den Wendepunkt zu kommen.

Kommen wir nun zu einem Ereignis über das ich schreiben möchte. Ich würde es als Wachschlaf bezeichnen. Es ist mir schon öfters begegnet, z.B. während der 2.stationäre Therapie in 2010 und im Herbst 2012. Es tauchte bei mir meistens in Perioden in denen ich mir sehr viel unter Druck gesetzt habe und gestresst habe so dass ich panisch geworden bin. Bemerkenswert ist dass es in der kalten Jahreszeit auftaucht im Herbst und in den Morgenstunden. Während ich 2010 in der Klinik Angst hatte das mir etwas passiert habe ich 2012 es zugelassen um zu sehen was passiert.

Ich bin in der Nacht wach geworden irgendwann zwischen 3-6 Uhr und als ich mich gleich wieder ins Bett gelegt habe um meine Augen zuzumachen und einzuschlafen passierte etwas ungewöhnliches.Im Bauchbereich hat sich etwas in Gang gesetzt , wie wenn sich das unbewusste öffnen würde. Ein intensives krippliges Gefühl das sich immer gesteigert hat und deutlicher zu spüren war. Wie ein Wirbelsturm der immer stärker wird oder ein Ventilator der sich schneller dreht hatte ich das Gefühl ich würde platzen, aufgehen und in fetzen zerreißt werden. Aus Angst vor dem unbekannten reagiere ich abweisend indem ich durch geistige Anstrengung versucht habe diesen Wirbel wegzudrücken und auf zu wachen.

Als ich im Herbst 2012 in der gleichen Situation gekommen bin, habe ich dieses Gefühl zugelassen und vermieden es zu unterdrücken. Ich habe dann Bilder und Töne gehört,war dabei Wach, mein Körper war dabei im Schlaf. Ich habe mir dabei Gedanken gemacht was ich sehe und höre und habe mich gefragt was ich jetzt bloß sehen werde, vielleicht mich selbst als ich klein war oder in einem früherem Leben ? Ich war geistig wach und habe Selbstgespräche geführt während ich eine Reihe von Bilder gesehen habe die in keinem Zusammenhang standen. Das ganze war recht anstregend und mich hat auch wieder die Angst überfallen das dieser Zustand bleiben würde wenn ich ihn nicht unterbreche. So habe ich nach einigen Minuten meinen Geist in den Schlaf versetzt um dann am nächsten Morgen aufzuwachen.

Die Aktuelle Situation

Beruflich:

Hat sich kaum was getan. Nach dem Studienabbruch in 2010, habe ich mich um einen Ausbildungsplatz beworben, aber nichts bekommen. In dieser Zeit bis heute habe ich bei Zeitarbeitsfirmen unterschiedlich lang 3-6 Monate gearbeitet, aber nicht festes bekommen und bin immer noch Hartz 4 Empfänger. Da ich sehe dass da nicht viel kommt möchte ich ein Fernstudium beginnen um einen Abschluss zu bekommen und so meine Chancen auf einen festen Job ,der meinen Fähigkeiten entspricht, zu finden. Ob eine Weiterbildung ohne Berufsabschluss mir weiterhilft beruflich weiterzukommen weiss ich nicht recht, aber auf Zeitarbeit hab ich keine Lust.

Persönlich:

Meine Persönliche Situation seit 2010 hat sich auch nicht gebessert. Meine Probleme sind immer noch die gleichen. Teilweise auch schlimmer geworden, z.B. meine Gewichtsprobleme sind beunruhigend. Meine Ängste und Unsicherheit ist auch die gleiche. Auch meine finanzielle und emotionale Abhängigkeit von meine Eltern hat bestand. Ich habe es nicht geschafft meine eigene Meinungen und Vorstellugen vom Leben durchzusetzen und mich von meinen Eltern abzugrenzen, so daß ich mich nach ihnen und ihren Vorstellungen richte. Außerdem habe ich den Wunsch nach einer selbstbestimmten und unabhängigen Lebensführung, bei der ich frei entscheide was für mich gut ist und was ich will, nicht verwirklicht weil mir das Selbstbewusstsein fehlt mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und ich mich ständig blockiere so dass ich nicht vorankomme.

Soziale Kontakte, Partnerschaft:

Beim Thema soziale Kontake habe ich auch keine weltbewegende Fortschritte gemacht. Freundschaften habe ich keine geschlossen und weg gehen tue ich auch nicht um neue Leute kennenzulernen. Kumpels mit denen ich rumhänge oder Freunde mit denen ich privat viel zu tun habe gibt es nicht. Ausser den Menschen von Schachverein und denen bei Schachturnieren, was direkt mit meiner Sucht zu tun hat, treffe ich sonst niemanden. Diese Begegnungen bzw. Bekanntschaften sind dann auch nicht tief sondern nur oberflächlich.

Beim Thema Freundin- Partnerschaft hab ich auch nichts zu berichten.Ich befinden mich im Zustand der Beziehungslosigkeit, damit meine ich dass ich in meinem Leben keine Beziehung zu einer Frau hatte, da ich ängstlich und unsicher bin. Ausserdem negativ eingestellt und perfektionistisch veranlagt tue ich mir schwer mit den Anforderungen einer Beziehung zu recht zu kommen. Ich stelle mir dass so vor dass es mir viel Stress und Unruhe bereiten würde, da ich nicht weiss ich mich verhalten soll und welche Rolle ich einnehmen soll.

Gesellschaftlicher Druck:

Für den Schluß habe ich das beste bzw. das schlechteste aufgehoben was mit dem letzten Thema zu tun hat. Meine Eltern sind in fortgeschrittenem Alter und wollen noch Großeltern werden, deswegen wollen sie dass ich heirate und Kinder bekomme damit sie Oma und Opa werden. Was mich am meisten daran nervt ist dass Sie bei bekannten und verwandten Fragen ob sie eine Tochter zu heiraten haben und angeben dass Sie einen Sohn zum heiraten haben. Obwohl ich ihnen persönlich gesagt habe dass ich momentan nicht heiraten möchte, verfolgen Sie Ihr Ziel weiter und versuchen mich dabei zu beeinflussen. Das tun Sie ein Leben lang, ich nenne das den aufgezwungenen Willen. Hier bin ich nicht konsequent genug gewesen immer meine Linie zu 100 % zu gehen und habe das nicht selbtbewusst gemacht. Dadurch haben sie immer Hoffnung geschöpft mich umzustimmen. Es wird meine Aufgabe sein dieses nach zu holen und zu sagen was ich will und meinen eigenen Weg zu gehen.Vor allem weil ich mir vorgenommen habe keine Familie zu gründen bevor ich nicht 100% körperlich und psychisch gesund bin um alles bieten zu können was gebraucht wird.

Schlusssatz

Damit hoffe ich alles wichtige erwähnt zu haben was in meinem Leben eine Rolle gespielt hat und meinen Charakter geformt hat. Es hat mir viel Spaß gemacht meine Lebensgeschichte zu schreiben. Ich kann dabei mein Leben verfolgen und habe einen guten Überblick was geschehen ist. Obwohl ich oft mit negativen Gefühlen konfrontiert wurde als ich die Ereignisse aufgeschrieben habe bin ich froh dass ich es getan habe denn die Geschichte erzählt von mir, dem wichtigsten Menschen in meinem Leben. Ich bedanke mich bei allen Lesern die sich die Mühe gemacht haben meine Geschichte durchzulesen und hoffe dass Ihnen die Präsentation meiner Geschichte gefallen hat und ich meine Lebensgeschichte interessant gestalten konnte.

Ergänzend

In der Kategorie Mein Leben werde ich weiterhin monatlich berichten was sich in meinen Leben getan hat und wie sich meine Situation verändert hat. In den Kategorie Lebensziele werde ich meine Ziele und Wünsche die ich in meinen Leben habe festlegen. In der Kategorie Therapie werde ich mich mit den nötigen Schritten beschäftigen um meine Ziele zu erreichen sowie den Inhalte meiner Therapie. In der Kategorie Aktivitäten möchte ich über mein Handeln berichten was für die Erreichung meiner Lebenszielen notwendig ist  und die Ergebnisse festhalten.

MeinLeben

Meine Vorstellung von einer Verhaltenstherapie

Zu Beginn der  Sprechstunde haben ich mich zu meinen Wünsche und Vorstellungen einer Verhaltenstherapie geäußert. Dabei bin ich auf folgende Punkte eingegangen.

·         Bis jetzt machen wir nur Gesprächstherapie: Sie  machen mir Vorschläge und geben mir Anregungen was ich beruflich machen könnte um einen Job zu finden. Außerdem wie ich soziale Kontakte knüpfen könnte. Das alles auf theoretischer Ebene. Ich bin aber zu Ihnen wegen einer Verhaltenstherapie gekommen und mir fehlt der praktische Nutzen der Therapie.

·         Die Verhaltenstherapie ist eine Kurzzeittherapie die ca.  30 Std lang geht. Nach dem Seminar haben wir dann nur noch ca. 10 Std. übrig, was wenig Zeit für praktische Übungen/Hausaufgaben für Verhaltenstherapie ist. Außerdem sind dann 6 Monate vergangen ohne dass wir eine sinnvolle Therapie gemacht haben. Ich sehe nicht den Sinn der Therapie in eine langjährige Behandlung zu sein für 3-4 Jahre o.ä.

Meine Vorstellung von der Verhaltenstherapie:

  • ·         Ausarbeitung eines Therapieplans: Welche Ziele sollen in der Therapie erreicht werden?

Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein, Abgrenzung und Selbstbestimmung, Eigenverantwortung für mein Leben übernehmen, die eigene Meinung äußern, mich durchsetzen können, zu meiner Meinung stehen können, Positiv Denken und Optimismus entwickeln, Selbstvertrauen und positives Selbstbild entwickeln.

  • ·         Definition von Lebenszielen:

Konkretisierung der Lebensziele und  Zerlegung in ihre Einzelbestandteile  sowie alle notwendige Aktionen um diese zu erreichen.

  • ·         Diagnose und Anamnese:

 Fragebögen zu schwierigen Alltagssituationen und problematischen Themen sowie persönliche Anamnese um psychologische Störungen zu diagnostizieren wie soziale Angst, unsichere Persönlichkeit, Depression und Süchte wie Essen, Computer, Internet, Spielen

  • ·         Rollenspiele und Übungen/Hausaufgaben:

Nachstellen von schwierigen Situationen und Hinweise/Rat wie ich mit solchen Situationen umgehen kann. Methoden zur Stressbewältigung wie autogenes Training, progressive Muskelrelaxation und anderen Atemtechniken.Hausaufgaben: Sich den angstauslösenden Situationen stellen und die Ergebnisse festhalten. Gefühle,Gedanken und Verhalten beobachten und aufschreiben. Wie ging es mir vor, in und nach der Situation ? Konfrontation: Das Vermeiden vermeiden.

Nach meinen ausführlichen Vortrag meiner Wünsche und Vorstellungen von einer Therapie kam die ernüchternde Antwort, dass wenn die Stunden vorbei sind ich dann halt bei einem anderen Therapeuten weitermachen kann. Keine Äußerung wie das Therapiekonzept aussieht und warum diese Gesprächstherapie eine Verhaltenstherapie sein soll und wie mir die Therapie helfen soll.

Es ging dann mit dem Gespräch weiter und dem kurzen Hinweis dass mein Therapeut mit Kognitionen arbeiten. Er sieht meine Schwierigkeit darin Entscheidungen zu treffen. Außerdem soll ich die Zielvereinbarungen vergessen aus dem Seminar, mich äußern wenn ich was zu sagen habe und mich nicht unter Druck setzen lassen. Eine Aufgabe die er mir gegeben hat ist mir Stichpunkte zu schreiben was ich von den Teilnehmern weiss  wie Beruf,Hobby um diese als Gesprächsthema zu nutzen. In der Zuhörerrolle komme ich leichter ins Gespräch da ich nichts sagen muss. Wenn ich den Badminton-Kurs mache soll ich laut in der Sporthalle fragen wer Lust hat mit mir ein Bier zu trinken. Zusätzlich soll ich noch einen Teilnehmer fragen was ihn hierher verschlagen hat. Da ich hingewiesen habe dass er mir keine Methoden zur Stressbewältigung gezeigt hat, hat er mir ein Buch empfohlen bei dem es um Atem – und Achtsamkeitsübungen geht. Ein anderen Tipp war dass ich mich vom Druck befreien  soll und dabei arbeiten und was lernen soll statt nur arbeiten und arbeiten. Ich soll nicht ins Tun flüchten , das Beibehalten was ich gerade mache und geduldig sein.Wahrnehmen  und reflektieren was ich gelernt und erreicht habe und nicht pausenlos üben. Das ist ja alles schön gut aber ohne Anleitung wie ich diese Sachen im Alltag umsetzen kann bleibt es in meinen Augen nur eine Gesprächtstherapie und das macht mich traurig.