2.15 Arbeitslosengeld 2 (seit 2011)

Nach dem Einschub über Die Schachspielsucht geht es weiter mit der Zeit nach der Entlassung von der Klinik. Da ich schon zum zweiten Mal ein Hochschulstudium abgebrochen habe,wollte ich erstmal nichts davon wissen ausserdem sind mir die finanzielle Mittel ausgegangen und ich habe im März Hartz 4 beantragt. Ich habe gehofft dass das Amt mir hilft eine Ausbildung zu finden, da ich ja noch nie eine Ausbildung gemacht habe, jedoch hat man mir gesagt dass ich zu alt bin für eine von Jobcenter geforderte Ausbildung. Ich habe mich weiterhin beworben aber alle meine Bemühungen waren umsonst. Im Mai durfte ich bei einer Zeitarbeitsfirma für 3 Monate arbeiten. Später wurde der Konsilidardienst vom der Agentur für Arbeit einberufen und ich hatte regelmäßig Termine mit einer Sozialpädagogin ausserdem habe ich eine Suchtberatungsstelle besucht. Das hast sich aber als unwirksam und ungenügend für mein doch sehr komplexe Problemsituation erwiesen. Weiter ging es mit Bewerbung schreiben für Lehrstellen und Praktikas. Das Ergebnis war enttäuschend und deprimierend. Es war dann wieder Mai im Jahre 2012 und ich habe dann für 6 Monate bei der gleichen Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Anfang 2013 habe ich aufgehört die Suchtberatungsstelle zu besuchen, da ich keine weitere Termine bekommen habe ,man hat mich aufgegeben , sie sahen es als sinnlos und in der Gruppe habe ich nur negative Äusserungen über mich gehört so dass er keinen Grund gab dort weiter hinzugehen. Ich habe dann eine andere Suchtberatungsstelle aufgesucht. Es wurde aber nicht besser. Ich hab mich nicht verstanden gefühlt. Die Gespräche haben mich im innerlich eher wütend und agressiv gemacht. Statt mich zu beruhigen und Mut zu zusprechen, musste ich mir Vorwürfe und Behauptungen anhören dass ich doch nichts machen möchte und kein Suchtproblem habe sondern mit meinen Eltern zu tun hat. Das hat mich jedes Mal so auf die Palme gebracht, dass ich dachte ich werde mal vom Stuhl aufstehen und der Frau eins auf die Fresse geben, so sehr hat mich das aufgeregt. Ich fand diese Gesprächsstrategie als dumm und kontraproduktiv. So hat sie dann die Beratungsgespräche mit mir beendet und ich bin zum Entschluss gekommen dass ich es noch mal mit einer Verhaltenstherapie versuchen sollte.

Im Mai 2013 war es dann wieder so weit. Das Amt hat mich mal wieder zu dieser Zeitarbeitsfirma geschickt. Dieses Mal ist es zum großen Knall gekommen. Ich sollte dieses Jahr 10 Std. am Tag ohne Pause arbeiten. Ich dachte die Frau hat einen Vogel und hab ihr angerufen und gesagt dass das gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt. Dann hat sie einen verbesserten Zeitplan vorgelegt den ich auch hätte ablehnen sollen, ich hatte jedoch Angst dass Sie mir stattdessen eine schwierigeren Job gefunden hätte der meinen Rücken überbelasten würde und habe zugestimmt. Nach dem ich den Vertrag unterschrieben habe,hat der Kunde wieder andere Arbeitszeiten festgelegt. Ich habe mich so etwas von verarscht und ausgenutzt gefühlt. Ich habe mich dann bei meiner Arbeitsvermittlerin darüber beschwert, dass ich keine Pausen habe. Sie hat da aber kein Problem gesehen und gemeint dass ich doch pause machen kann. Da hab ich mich gewundert dass es dem Amt auch egal ist unter welchen Bedingungen man arbeitet, Hauptsache man ist beschäftigt. Es waren zwar keine 10 std. am Tag aber dennoch mehr als 6Std. Hätte ich 10 Std am Tag arbeitet müssen wäre ich gleich zur Gewerbeaufsicht gegangen.

Trotzdem hat mich das sehr verärgert und ich konnte mich kaum halten nicht zur Gewerbeaufsicht zu gehen. Ich war so wütend und habe mich ungerecht behandelt gefühlt. Ich habe dann ein Beschwerdenbrief an die Zeitarbeitsfirma geschickt und konnte so ein wenig Luft raus lassen. Sollte ich nochmal von dieser Zeitarbeitsfirma eingestellt werden, werden ich in solch einem Fall ohne zu zücken zur Gewerbeaufsicht gehen,denn das kann doch wirklich nicht sein. Mein Arbeitsverhältnis war dann auch nach 2 Monate beendet. Nach dieser Geschichte habe ich darüber nachgedacht einen Fernstudium anzufangen um einen Abschluss zu haben und menschenwürdige Jobs zu bekommen. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob dass der richtige Weg ist und ob mir solch eine Weiterbildung ohne Berufsabschluss überhaupt beruflich weiterbringt und von den Unternehmen anerkannt wird.

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