3.Persönliche Situation

In diesem letzten Abschnitt meiner Lebensgeschichte werde ich schreiben was sich seit meinem letzten Therapieversuch getan hat und wie es mit meiner beruflichen und persönlichen Situation aussieht.Nach der abgebrochenen Therapie habe ich mich fallen lassen und mich aufgegeben. Ich habe keinen anderen Therapeut gesucht um die Verhaltenstherapie fortzusetzen, sondern habe mir meine eigene Suizid-Variante ausgedacht. Nicht das aktive sich Umbringen durch Vergiftung, eine Kugel ins Kopf schiessen, aus dem Haus springen oder vor dem Zug springen um auch der Öffentlichkeit zu zeigen wie Lebensmüde und verzweifelt ich bin. Als jemand der passiv durchs Leben geht, keine soziale Kontakte, kein Berufsabschluss, kein selbstbestimmendes Leben hat habe ich das passive sich Umbringen gewählt,durch Nichstun um diese Umstände zu ändern, weil es meiner Person entspricht und ich vom Leben tief enttäuscht bin und keinen Ausweg sehe.

Diese tiefe Enttäuschung und Verzweiflung sowie meine Glaubenssätze dass mein Leben fix, starr und festgelegt ist so wie es war , ist und immer sein wird. Sowie dass das Leben nicht für mich gemacht ist, sondern für die anderen und ich hier einfach am falschen Platz bin und nicht hier hingehöre, sondern dort wo ich hierher gekommen bin.

Mit solchen und ähnlichen Glaubenssätzen habe ich zu kämpfen wenn ich versuche etwas in meinem Leben zu ändern. Meine positiv denkende Anteile haben einfach keine ausreichende Durchsetzungskraft um diese Situation zu kippen. Was möchte ich damit sagen ? Das ich immer wieder einen kleinen Anlauf nehme aber der nicht reicht um über den Wendepunkt zu kommen,sondern der Ball immer wieder zurückgeworfen wird. Dieser Blog soll mir helfen den Anlauf zu erhöhen um über den Wendepunkt zu kommen.

Kommen wir nun zu einem Ereignis über das ich schreiben möchte. Ich würde es als Wachschlaf bezeichnen. Es ist mir schon öfters begegnet, z.B. während der 2.stationäre Therapie in 2010 und im Herbst 2012. Es tauchte bei mir meistens in Perioden in denen ich mir sehr viel unter Druck gesetzt habe und gestresst habe so dass ich panisch geworden bin. Bemerkenswert ist dass es in der kalten Jahreszeit auftaucht im Herbst und in den Morgenstunden. Während ich 2010 in der Klinik Angst hatte das mir etwas passiert habe ich 2012 es zugelassen um zu sehen was passiert.

Ich bin in der Nacht wach geworden irgendwann zwischen 3-6 Uhr und als ich mich gleich wieder ins Bett gelegt habe um meine Augen zuzumachen und einzuschlafen passierte etwas ungewöhnliches.Im Bauchbereich hat sich etwas in Gang gesetzt , wie wenn sich das unbewusste öffnen würde. Ein intensives krippliges Gefühl das sich immer gesteigert hat und deutlicher zu spüren war. Wie ein Wirbelsturm der immer stärker wird oder ein Ventilator der sich schneller dreht hatte ich das Gefühl ich würde platzen, aufgehen und in fetzen zerreißt werden. Aus Angst vor dem unbekannten reagiere ich abweisend indem ich durch geistige Anstrengung versucht habe diesen Wirbel wegzudrücken und auf zu wachen.

Als ich im Herbst 2012 in der gleichen Situation gekommen bin, habe ich dieses Gefühl zugelassen und vermieden es zu unterdrücken. Ich habe dann Bilder und Töne gehört,war dabei Wach, mein Körper war dabei im Schlaf. Ich habe mir dabei Gedanken gemacht was ich sehe und höre und habe mich gefragt was ich jetzt bloß sehen werde, vielleicht mich selbst als ich klein war oder in einem früherem Leben ? Ich war geistig wach und habe Selbstgespräche geführt während ich eine Reihe von Bilder gesehen habe die in keinem Zusammenhang standen. Das ganze war recht anstregend und mich hat auch wieder die Angst überfallen das dieser Zustand bleiben würde wenn ich ihn nicht unterbreche. So habe ich nach einigen Minuten meinen Geist in den Schlaf versetzt um dann am nächsten Morgen aufzuwachen.

Die Aktuelle Situation

Beruflich:

Hat sich kaum was getan. Nach dem Studienabbruch in 2010, habe ich mich um einen Ausbildungsplatz beworben, aber nichts bekommen. In dieser Zeit bis heute habe ich bei Zeitarbeitsfirmen unterschiedlich lang 3-6 Monate gearbeitet, aber nicht festes bekommen und bin immer noch Hartz 4 Empfänger. Da ich sehe dass da nicht viel kommt möchte ich ein Fernstudium beginnen um einen Abschluss zu bekommen und so meine Chancen auf einen festen Job ,der meinen Fähigkeiten entspricht, zu finden. Ob eine Weiterbildung ohne Berufsabschluss mir weiterhilft beruflich weiterzukommen weiss ich nicht recht, aber auf Zeitarbeit hab ich keine Lust.

Persönlich:

Meine Persönliche Situation seit 2010 hat sich auch nicht gebessert. Meine Probleme sind immer noch die gleichen. Teilweise auch schlimmer geworden, z.B. meine Gewichtsprobleme sind beunruhigend. Meine Ängste und Unsicherheit ist auch die gleiche. Auch meine finanzielle und emotionale Abhängigkeit von meine Eltern hat bestand. Ich habe es nicht geschafft meine eigene Meinungen und Vorstellugen vom Leben durchzusetzen und mich von meinen Eltern abzugrenzen, so daß ich mich nach ihnen und ihren Vorstellungen richte. Außerdem habe ich den Wunsch nach einer selbstbestimmten und unabhängigen Lebensführung, bei der ich frei entscheide was für mich gut ist und was ich will, nicht verwirklicht weil mir das Selbstbewusstsein fehlt mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und ich mich ständig blockiere so dass ich nicht vorankomme.

Soziale Kontakte, Partnerschaft:

Beim Thema soziale Kontake habe ich auch keine weltbewegende Fortschritte gemacht. Freundschaften habe ich keine geschlossen und weg gehen tue ich auch nicht um neue Leute kennenzulernen. Kumpels mit denen ich rumhänge oder Freunde mit denen ich privat viel zu tun habe gibt es nicht. Ausser den Menschen von Schachverein und denen bei Schachturnieren, was direkt mit meiner Sucht zu tun hat, treffe ich sonst niemanden. Diese Begegnungen bzw. Bekanntschaften sind dann auch nicht tief sondern nur oberflächlich.

Beim Thema Freundin- Partnerschaft hab ich auch nichts zu berichten.Ich befinden mich im Zustand der Beziehungslosigkeit, damit meine ich dass ich in meinem Leben keine Beziehung zu einer Frau hatte, da ich ängstlich und unsicher bin. Ausserdem negativ eingestellt und perfektionistisch veranlagt tue ich mir schwer mit den Anforderungen einer Beziehung zu recht zu kommen. Ich stelle mir dass so vor dass es mir viel Stress und Unruhe bereiten würde, da ich nicht weiss ich mich verhalten soll und welche Rolle ich einnehmen soll.

Gesellschaftlicher Druck:

Für den Schluß habe ich das beste bzw. das schlechteste aufgehoben was mit dem letzten Thema zu tun hat. Meine Eltern sind in fortgeschrittenem Alter und wollen noch Großeltern werden, deswegen wollen sie dass ich heirate und Kinder bekomme damit sie Oma und Opa werden. Was mich am meisten daran nervt ist dass Sie bei bekannten und verwandten Fragen ob sie eine Tochter zu heiraten haben und angeben dass Sie einen Sohn zum heiraten haben. Obwohl ich ihnen persönlich gesagt habe dass ich momentan nicht heiraten möchte, verfolgen Sie Ihr Ziel weiter und versuchen mich dabei zu beeinflussen. Das tun Sie ein Leben lang, ich nenne das den aufgezwungenen Willen. Hier bin ich nicht konsequent genug gewesen immer meine Linie zu 100 % zu gehen und habe das nicht selbtbewusst gemacht. Dadurch haben sie immer Hoffnung geschöpft mich umzustimmen. Es wird meine Aufgabe sein dieses nach zu holen und zu sagen was ich will und meinen eigenen Weg zu gehen.Vor allem weil ich mir vorgenommen habe keine Familie zu gründen bevor ich nicht 100% körperlich und psychisch gesund bin um alles bieten zu können was gebraucht wird.

Schlusssatz

Damit hoffe ich alles wichtige erwähnt zu haben was in meinem Leben eine Rolle gespielt hat und meinen Charakter geformt hat. Es hat mir viel Spaß gemacht meine Lebensgeschichte zu schreiben. Ich kann dabei mein Leben verfolgen und habe einen guten Überblick was geschehen ist. Obwohl ich oft mit negativen Gefühlen konfrontiert wurde als ich die Ereignisse aufgeschrieben habe bin ich froh dass ich es getan habe denn die Geschichte erzählt von mir, dem wichtigsten Menschen in meinem Leben. Ich bedanke mich bei allen Lesern die sich die Mühe gemacht haben meine Geschichte durchzulesen und hoffe dass Ihnen die Präsentation meiner Geschichte gefallen hat und ich meine Lebensgeschichte interessant gestalten konnte.

Ergänzend

In der Kategorie Mein Leben werde ich weiterhin monatlich berichten was sich in meinen Leben getan hat und wie sich meine Situation verändert hat. In den Kategorie Lebensziele werde ich meine Ziele und Wünsche die ich in meinen Leben habe festlegen. In der Kategorie Therapie werde ich mich mit den nötigen Schritten beschäftigen um meine Ziele zu erreichen sowie den Inhalte meiner Therapie. In der Kategorie Aktivitäten möchte ich über mein Handeln berichten was für die Erreichung meiner Lebenszielen notwendig ist  und die Ergebnisse festhalten.

MeinLeben

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