Anamnese und Erhebungsbogen

Diese Woche hatte ich die 2.Therapiestunde bei meinen neuen Therapeuten. Ich habe  einen 20 seitigen Erhebungsbogen zur Verhaltenstherapie bekommen den ich über das Wochenende ausfüllen werde. Nach einem ersten Blick muss ich da viele Angaben machen und ich werde damit mehrere Stunden  beschäftigt sein. Ich finde das gut, damit die  Therapie effizient ist und der Therapeut ein gutes Bild über die Problematik bekommt, so dass ich und der Therapeut von Anfang der Therapie wissen wo es lang geht un woran wir arbeiten müssen. Es ging dann weiter mit der Anamnese in Bezug auf mein Hauptproblem der sozialen Phobie. Nach dem ich in der letzten Stunde über diese Jungen gesprochen habe, der mich acht Klassen lang täglich bei jeder erdenklichen Möglichkeit  gemobbt hat und auch körperlich angegriffen hat, kam die Frage was ich machen würde wenn ich ihm wieder begegnet würde. Diese Frage konnte ich nicht pauschal beantworten, da ich denke dass es auf die Situation ankommt, meine Stimmung, dem Ort, ob wir alleine sind oder draussen in der Stadt. Auf jeden Fall kann ich nicht wirklich sagen wie ich auf solch eine Begegnung reagieren würde. Nach dem ich dann umgezogen bin und den Jungen nicht mehr gesehen habe, sind jetzt auch 16 Jahren vergangen und ich weiss auch nicht ob ich ihn erkennen würde.

Danach ging es mit Fragen zu meinen Eltern und Geschwister weiter sowie Großeltern und Verwandten.Außerdem habe ich meinen Alltag kurz beschrieben mit dem Kurs, Sport treiben und TV schauen. Ich habe dann über meine Eltern gesprochen, wo Sie gearbeitet haben und was sie jetzt so machen. Über mein Verhältnis zu meinen Bruder habe ich auch gesprochen und was er so macht. Kontakt zu Großeltern und Verwandten habe ich auch nicht wirklich. Mal hin und wieder trifft man sich kurz aber nichts besonderes. Über das soziale Umfeld meiner Eltern habe ich auch gesprochen und dass Sie privat auch nichts unternehmen und weg gehen zu Konzerten, Essen gehen oder Partys. Sie sind Familienmenschen die sich mit der Arbeit, Familie und Haushalt beschäftigen und wenig  Zeit für private Unternehmungen und soziale Kontakte aufbringen.

Über das Thema meiner Eltern sind wir dann zum Thema der Familienplanung gekommen. Dieses Thema beschäftigt mich momentan nicht. Ich möchte mich zum passenden Zeitpunkt damit auseinandersetzen. Momentan sind andere Sachen wichtiger für mich. Aber meinen Eltern kratzt es  juckt es und Sie wollen dass ich heirate und Kinder bekomme, damit Sie Großeltern werden und ich versorgt bin. Sie sind auch am Fragen und Suchen nach einer Frau für mich schon seit letztem Jahr. Mein Patenonkel hat jetzt auch ein weitere Frau gefunden, die ich im Sommer im Urlaub kennenlernen soll, nach dem es letztes Jahr mit der andere Frau nichts geworden ist. Dies setzt mich enorm unter Druck und bis zum Sommer möchte ich was tun um dem zuvor zu kommen in dem ich mir zuvor eine Freundin zulege. Mein Therapeut hat mich dazu gefragt ob ich es schon mit Singlebörsen versucht habe. Ich habe das nicht ernsthaft versucht, da es einerseits von Fakeaccounts wimmelt und ich auch ein Selbstwertproblem habe und mich dabei selbst abblocke. Der Rat des Therapeuten war da nicht lange rumzuschreiben, sondern recht schnell nach einen Date auf neutralen, öffentlichen Ort zu fragen um dann herauszufinden ob es miteinander passt und den anderen auch in Person zu sehen. Das waren dann auch die wichtigsten Punkte die wir besprochen haben, ich habe einen neuen Termin ausgemacht und mich verabschiedet.

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