Monatsrückblick März 2014

Der Monat März war recht ereignisreich. Dabei sind auch unangenehme Sachen passiert.In der ersten Therapiesitzung des Monats ging es ein mal mehr um meine Berufliche Entwicklung. Thema war ein mal wieder das Studium ob ich dieses jetzt wieder aufnehmen möchte und mir dieser Aufgabe annehme. Dabei habe ich Bedenken geäußert ob ich trotz Soziale Phobie und Suchtgefährdung durch Onlinespiele und Internet mit dem Studium zurecht komme. Die Finanzierung des Studiums ist dabei auch ein wichtiger Punkt den ich bis jetzt nocht nicht geklärt habe. Außerdem wäre es für mich optimal in einer Lerngruppe zu sein um Kontakt zu knüpfen und damit mir das lernen leichter fällt. Ich habe an Aktivitäten einen Kinobesuch mit einen Teilnehmer aus dem Kurs gemacht, das war gut. Ich habe auch eine neue Selbsthilfegruppe die Absolute Beginner besucht, als ich ein PC- Spiel gespielt habe und mit den Gedanken gespielt habe Therapie,Selbsthilfe  und Sport aufzugeben. Dann war noch der Diebstahl meiner Geldbörse inklusive Papiere, Karten und die Anzeige bei der Polizei, da hatte ich einige schlechte Nächte und das hat mich psychisch belastet. Dann habe ich einen Selbstverteidigungkurs besucht der leider wegen mangelder Teilnehmerzahl ausgefallen ist. Ich war dann im regulären Training jedoch war mir das zu viel so dass ich das nicht weitermache. Als nächstes stand die Studienberatung an, bei der ich mich informiert habe in welchem Semester ich mein Studium in BWL fortsetzen kann und wann und wie ich mich dafür bewerben kann. Das Buch über Verhaltenstherapie habe ich dann im März durchgelesen um einen ersten Überblick über die Inhalte zu bekommen und ich möchte als nächstes Schritt das Buch durcharbeiten. Ein weiterer wichtiger Schritt war den Therapeuten zu wechseln da ich mit meinen Therapeuten nicht zufrieden war. Das fing dann bei der Therapeutensuche durch anrufen und emails schreiben bis ich einen Therapeuten gefunden habe  der mir regelmäßig Termine geben kann.Ich war dann beim Erstgespräch beim neuen Therapeuten und habe einen guten Eindruck gewonnen. Ich bin guter Dinge dass die Therapie dieses mal besser sein wird. Ich habe mich dann noch mit dem Freund aus dem Kurs getroffen mit dem ich im Kino war  und wir haben uns unterhalten. Bei meiner 2.Therapiestunde habe ich dann einen 20.seitigen Erhebungsbogen bekommen den ich übers Wochenende gründlich ausgefüllt habe. Bei Thema Studium habe ich mich umgeschaut welche alternative Studiengänge es gibt und war bei einer weiteren Hochschule in der Studienberatung zum Studiengang Wirtschaftswissenschaften. Als Nächsten Schritt möchte ich in Vorlesungen reinschnuppern um zu sehen ob das was für mich ist. Ein letzter Punkt den ich noch erwähnen möchte ist, dass mir einen Therapie- Notizbuch gekauft habe um die Therapie zu dokumentieren, die Rollenspiele und Hausaufgaben. Was ich sonst  noch mache um meine emotionale Problem zu lösen und meine Lebensziele zu erreichen. Als ergänzende Informationen ist noch zu erwähnen dass ich im Monat März mein Gewicht von 93 kg um nur 1kg auf 92 kg reduzieren konnte. Dies führe ich auf mehr Essen um Stress abzubauen verbunden mit einem erhöhten Konsum von Pornos. Ausserdem habe ich in den letzten 2 Märzwochen ca. 35 Episoden von TV-Serien angeschaut und den Sport vernachlässigt.

Das wichtigste was im März passiert ist kurz zusammengefasst:

  • Fitness (4 mal) – Plan 8 mal
  • Badminton (1mal)  Plan 3 mal
  • Gewicht -1 kg
  • Therapie (3mal) Plan 4 mal
  • Selbsthilfegruppe (2mal) Plan 4 mal
  • Studienberatung (2mal)
  • Therapeutenwechsel
  • Weiterhin Besuche des Kurses
  • Erhöhter Medienkonsum (Pornos/TV-Serien)

Monatsrückblick Februar 2014

Im Februar ist auch so einiges passiert. Ich habe weiterhin das Fitnessstudio besucht und bin zur Therapie gegangen. Außerdem war ich auch beim Badminton- Anfängerkurs schon 2 mal, das hat mir gefallen und Spaß gemacht. Meine Ernährungsumstellung konnte ich beibehalten und auf übermäßigen Konsum von Süßigkeiten und Knabberzeug verzichten. Ich habe im Februar 3 kg verloren und bin von 96 kg auf 93 kg gefallen. Diesen Kurs möchte ich beibehalten um mein erstes Etappenziel  zu erreichen, was die 90 kg sind. Ausserdem konnte ich das Ziel 4 Wochen 2mal in der Woche in das Fitnessstudio zu gehen erreichen.  Seit letztem Wochenende bin ich erkältet mit Fieber, Husten, Schnupfen und Kopfschmerzen und musste deshalb pausieren und konnte mein Sport- und Therapieprogramm nicht durchziehen. Ab kommender Woche möchte ich mich dann wieder in meinem Programm wiederfinden und die Aktivitäten wie geplant durchführen. Diese Pause hat mir nicht gut getan, da ich gezwungenerweise zu Hause geblieben bin und nebenbei mit meinem Smartphone und PC  das eine oder andere Spielchen gespielt habe und mich so öfters abgelenkt habe als mir lieb ist. Das hat sich negativ auf meine Motivation ,an meine Lebensziele zu arbeiten, ausgewirkt. Ein Grund dafür war auch meine Unzufriedenheit mit der Therapie, bei der ich das Gefühl habe  mich im Kreis zu bewegen und nicht wirklich  mit meinen Problemen weiterzukommen. In den letzten 1-2 Wochen merke ich wie sich negativen Gedanken in  mir langsam aber stetig  breit machen um mich von meinem Kurs abzubringen und mir klar machen wollen das mein Sport- und Therapieprogramm mir nicht helfen kann  meine Lebensziele zu erreichen und dass die ganzen Aktivitäten keinen Sinn machen, da Sie nicht an das Problem ansetzen. Diese Gedanken sindt echtes Gift für meine Motivation an meinen Lebenszielen zu arbeiten und ein Signal dass ich an die Aufgaben rangehen muss die mir unangenehm sind und die ich ein Leben lang vermeide. Nur so kann ich die nötigen positiven Erfahrungen machen die mein Denken umpollen  können.

Es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wie ich mit diesen vermehrt auftauchenden negativen Gedanken fertig werde. Wichtig wird sein dass ich mich nicht in den Sumpf reinziehen lasse und des Anschluss an meinem Sport- und Therapieprogramm finde. Dieses wird nötig sein  damit es mir einigermaßen gut geht und ich mich an die eigentlichen Aufgaben rantrauen kann. Diese sind unangenehme und herausfordernde Aufgaben von denen ich mich ein Leben lang drücke und denen ich mich systematisch und regelmäßig stellen muss um die Fortschritte zu mache die ich in meinem Leben wünsche.

Noch mal das wichtigste in Stichpunkten festgehalten was  sich in meinem Leben im Februar getan hat

  • Beibehaltung Ernährungsplan und 3 kg abgenommen
  • Trainingsplan Fitnessstudio erreicht ( 4 Woche, 2 mal wöchentlich, letzte 3 Termine ausgesetzt)
  • Weiterhin Besuch 3-monatiges Seminar (1-wöchiges Praktika absolviert)
  • Besuch Badminton- Änfängerkurs ( 2 mal)
  • Therapie ( 3 mal)
  • Selbsthilfegruppe (2 mal)
  • Erkältung  ( vermehrtes Spielen an  PC und Smartphone )
  • Gedanken  und Gefühle ( negative Stimmung, Stress)

Monatsrückblick Januar 2014

Da  ich jetzt so weit fertig bin mit meiner Lebensgeschichte werde ich jeden Monat zusammenfassen was so in meinem Leben passiert ist. Dies soll mir helfen  mich über meine Fortschritte zu freuen und weiter daran zu arbeiten meine Lebensziele zu erreichen. Außerdem dient es der Konfrontation, falls ich nicht mehr mit vollem Einsatz bei der Sache bin soll es mich daran erinnern warum es für mich wichtig ist dran zu blieben. Erstmalig mach ich das ab Januar 2014.

Da erste nennenswerte Punkt im Januar, war dass ich eingesehen habe dass die Onlinespiele mir nur schaden. Als ich im Oktober mit meiner Ernährungsumstellung angefangen habe, habe ich auch wieder mit einem Onlinespiel angefangen. Ich will jetzt nicht das Onlinespielen entschuldigen, aber ich weiss nicht ob ich  meine Ernährungsumstellung länger durchgehalten hätte , wenn ich nicht mit einem Onlinespiel angefangen hätte. Den Stress und die Unruhe konnte ich in gewisser Weise durch Erfolge und Spaß im Spiel ausgleichen. Anfang Januar hab ich mich entschieden mit dem Spiel aufzuhören und mich noch mehr zu Bemühungen meinen kalorienreduzierten Ernährungsplan einzuhalten. Da nicht nur mein Übergewicht ein Problem ist und ich mich persönlich weiterentwickeln möchte, war die nächste wichtige Entscheidung mit meinen persönlichen Blog anzufangen, den ich am 17.Januar gestartet habe, obwohl ich mich immer wieder davon gedrückt habe. Das Ziel das ich mit meinen blog verfolge ist es meine Lebensgeschichte niederzuschreiben und mir über meine Probleme voll und ganz im Klaren zu sein. Außerdem dient es mir als Arbeitsplattform in dem ich meine Lebensziele festlege, mich über  meine Therapie und alle nötigen Schritte, um meine Ziele zu erreichen, Gedanken mache und welche Hindernisse ich aus dem Weg räumen muss . In der Kategorie Aktivitäten geht es dann um das  Handeln, also meine Vorhaben  umzusetzen und ein neues Verhalten zu zeigen, dass mir zugute kommt. Das Schreiben hat dabei eine wichtige Rolle. Man geht einen Vertrag mit sich selbst ein und verpflichtet sich diesen zu erfüllen. Ein weiterer wichtiger Punkt war dass ich meinen Rückzug vom Schachsport bekannt gegeben habe und mich mit dem Schach nicht beschäftige, wegen meiner Schachsucht. Seit 3-Wochen besuche ich ein 3-monatiges Seminar dass mir dabei helfen soll meine Bewerbermappe zu optimieren, meine Kommunikationsfähigkeit zu verbessern und neue Stressbewältigungsstrategien zu erlernen. Ich bin mit ganzem Herz bei der Sache und erhoffe mir davon  viel zu lernen und neue Erfahrungen zu machen. Ausserdem möchte ich  mehr in Kontakt  mit den anderen Teilnehmern kommen.Was gab es noch im Januar? Ich hab mein Vorhaben 2 mal wöchentlich ins Fitnessstudio zu gehen in der Tat umgesetzt und bin schon 3 Wochen dabei.Das werde ich auch weiterhin machen. Da ich mich damit nicht zufrieden gegeben habe,habe ich dann noch 2 Kurse bei der VHS gebucht. Der eine fängt im Februar an und es ist ein Badminton-Kurs. Der andere Kurs fängt im März und es handelt sich um einen Selbstverteidigungskurs. Von dem Kursen erhoffe ich mir einerseits meine Fitness zu verbessern und neue Menschen kennenzulernen. Andererseits möchte ich mein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stärken. Da in meinen Wochenplan noch Platz frei ist, mache ich  noch eine Therapie und ich hatte jetzt schon 11 Gespräche. Zusätzlich besuche ich eine Selbsthilfegruppe um selbstbewusster und sicherer aufzutreten sowie lauter und langsamer zu sprechen. Das was ich momentan mache ist schon viel, aber es kommt nicht auf die Quantität an sondern auf die Qualitä an. Ob ich persönlich weiterkomme,hängt davon ab was ich machen werde um soziale Kontakte zu knüpfen und aufrechtzuerhalten. Das pure Besuchen der Kurse/des Seminars wird nicht das ausschlaggebende sein, sondern ob ich auf Mensche zugehen werde und mit welcher Art.

Noch mal das wichtigste in Stichpunkten festgehalten was sich in meinen Leben im Monat Januar getan hat:

  1. Mit dem Onlinespielen aufgehört
  2. Beibehaltung Ernährungsplan
  3. Beginn persönlicher Blog
  4. Rückzug vom Schachsport
  5. 2 mal die Woche Fitnessstudio (schon 3 Wochen)
  6. Besuch 3-monatiges Seminar
  7. Anmeldung bei 2 Sportkursen der VHS
  8. Therapie (bis jetzt 11 mal)
  9. Besuch einer Selbsthilfegruppe ( 2mal)

3.Persönliche Situation

In diesem letzten Abschnitt meiner Lebensgeschichte werde ich schreiben was sich seit meinem letzten Therapieversuch getan hat und wie es mit meiner beruflichen und persönlichen Situation aussieht.Nach der abgebrochenen Therapie habe ich mich fallen lassen und mich aufgegeben. Ich habe keinen anderen Therapeut gesucht um die Verhaltenstherapie fortzusetzen, sondern habe mir meine eigene Suizid-Variante ausgedacht. Nicht das aktive sich Umbringen durch Vergiftung, eine Kugel ins Kopf schiessen, aus dem Haus springen oder vor dem Zug springen um auch der Öffentlichkeit zu zeigen wie Lebensmüde und verzweifelt ich bin. Als jemand der passiv durchs Leben geht, keine soziale Kontakte, kein Berufsabschluss, kein selbstbestimmendes Leben hat habe ich das passive sich Umbringen gewählt,durch Nichstun um diese Umstände zu ändern, weil es meiner Person entspricht und ich vom Leben tief enttäuscht bin und keinen Ausweg sehe.

Diese tiefe Enttäuschung und Verzweiflung sowie meine Glaubenssätze dass mein Leben fix, starr und festgelegt ist so wie es war , ist und immer sein wird. Sowie dass das Leben nicht für mich gemacht ist, sondern für die anderen und ich hier einfach am falschen Platz bin und nicht hier hingehöre, sondern dort wo ich hierher gekommen bin.

Mit solchen und ähnlichen Glaubenssätzen habe ich zu kämpfen wenn ich versuche etwas in meinem Leben zu ändern. Meine positiv denkende Anteile haben einfach keine ausreichende Durchsetzungskraft um diese Situation zu kippen. Was möchte ich damit sagen ? Das ich immer wieder einen kleinen Anlauf nehme aber der nicht reicht um über den Wendepunkt zu kommen,sondern der Ball immer wieder zurückgeworfen wird. Dieser Blog soll mir helfen den Anlauf zu erhöhen um über den Wendepunkt zu kommen.

Kommen wir nun zu einem Ereignis über das ich schreiben möchte. Ich würde es als Wachschlaf bezeichnen. Es ist mir schon öfters begegnet, z.B. während der 2.stationäre Therapie in 2010 und im Herbst 2012. Es tauchte bei mir meistens in Perioden in denen ich mir sehr viel unter Druck gesetzt habe und gestresst habe so dass ich panisch geworden bin. Bemerkenswert ist dass es in der kalten Jahreszeit auftaucht im Herbst und in den Morgenstunden. Während ich 2010 in der Klinik Angst hatte das mir etwas passiert habe ich 2012 es zugelassen um zu sehen was passiert.

Ich bin in der Nacht wach geworden irgendwann zwischen 3-6 Uhr und als ich mich gleich wieder ins Bett gelegt habe um meine Augen zuzumachen und einzuschlafen passierte etwas ungewöhnliches.Im Bauchbereich hat sich etwas in Gang gesetzt , wie wenn sich das unbewusste öffnen würde. Ein intensives krippliges Gefühl das sich immer gesteigert hat und deutlicher zu spüren war. Wie ein Wirbelsturm der immer stärker wird oder ein Ventilator der sich schneller dreht hatte ich das Gefühl ich würde platzen, aufgehen und in fetzen zerreißt werden. Aus Angst vor dem unbekannten reagiere ich abweisend indem ich durch geistige Anstrengung versucht habe diesen Wirbel wegzudrücken und auf zu wachen.

Als ich im Herbst 2012 in der gleichen Situation gekommen bin, habe ich dieses Gefühl zugelassen und vermieden es zu unterdrücken. Ich habe dann Bilder und Töne gehört,war dabei Wach, mein Körper war dabei im Schlaf. Ich habe mir dabei Gedanken gemacht was ich sehe und höre und habe mich gefragt was ich jetzt bloß sehen werde, vielleicht mich selbst als ich klein war oder in einem früherem Leben ? Ich war geistig wach und habe Selbstgespräche geführt während ich eine Reihe von Bilder gesehen habe die in keinem Zusammenhang standen. Das ganze war recht anstregend und mich hat auch wieder die Angst überfallen das dieser Zustand bleiben würde wenn ich ihn nicht unterbreche. So habe ich nach einigen Minuten meinen Geist in den Schlaf versetzt um dann am nächsten Morgen aufzuwachen.

Die Aktuelle Situation

Beruflich:

Hat sich kaum was getan. Nach dem Studienabbruch in 2010, habe ich mich um einen Ausbildungsplatz beworben, aber nichts bekommen. In dieser Zeit bis heute habe ich bei Zeitarbeitsfirmen unterschiedlich lang 3-6 Monate gearbeitet, aber nicht festes bekommen und bin immer noch Hartz 4 Empfänger. Da ich sehe dass da nicht viel kommt möchte ich ein Fernstudium beginnen um einen Abschluss zu bekommen und so meine Chancen auf einen festen Job ,der meinen Fähigkeiten entspricht, zu finden. Ob eine Weiterbildung ohne Berufsabschluss mir weiterhilft beruflich weiterzukommen weiss ich nicht recht, aber auf Zeitarbeit hab ich keine Lust.

Persönlich:

Meine Persönliche Situation seit 2010 hat sich auch nicht gebessert. Meine Probleme sind immer noch die gleichen. Teilweise auch schlimmer geworden, z.B. meine Gewichtsprobleme sind beunruhigend. Meine Ängste und Unsicherheit ist auch die gleiche. Auch meine finanzielle und emotionale Abhängigkeit von meine Eltern hat bestand. Ich habe es nicht geschafft meine eigene Meinungen und Vorstellugen vom Leben durchzusetzen und mich von meinen Eltern abzugrenzen, so daß ich mich nach ihnen und ihren Vorstellungen richte. Außerdem habe ich den Wunsch nach einer selbstbestimmten und unabhängigen Lebensführung, bei der ich frei entscheide was für mich gut ist und was ich will, nicht verwirklicht weil mir das Selbstbewusstsein fehlt mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und ich mich ständig blockiere so dass ich nicht vorankomme.

Soziale Kontakte, Partnerschaft:

Beim Thema soziale Kontake habe ich auch keine weltbewegende Fortschritte gemacht. Freundschaften habe ich keine geschlossen und weg gehen tue ich auch nicht um neue Leute kennenzulernen. Kumpels mit denen ich rumhänge oder Freunde mit denen ich privat viel zu tun habe gibt es nicht. Ausser den Menschen von Schachverein und denen bei Schachturnieren, was direkt mit meiner Sucht zu tun hat, treffe ich sonst niemanden. Diese Begegnungen bzw. Bekanntschaften sind dann auch nicht tief sondern nur oberflächlich.

Beim Thema Freundin- Partnerschaft hab ich auch nichts zu berichten.Ich befinden mich im Zustand der Beziehungslosigkeit, damit meine ich dass ich in meinem Leben keine Beziehung zu einer Frau hatte, da ich ängstlich und unsicher bin. Ausserdem negativ eingestellt und perfektionistisch veranlagt tue ich mir schwer mit den Anforderungen einer Beziehung zu recht zu kommen. Ich stelle mir dass so vor dass es mir viel Stress und Unruhe bereiten würde, da ich nicht weiss ich mich verhalten soll und welche Rolle ich einnehmen soll.

Gesellschaftlicher Druck:

Für den Schluß habe ich das beste bzw. das schlechteste aufgehoben was mit dem letzten Thema zu tun hat. Meine Eltern sind in fortgeschrittenem Alter und wollen noch Großeltern werden, deswegen wollen sie dass ich heirate und Kinder bekomme damit sie Oma und Opa werden. Was mich am meisten daran nervt ist dass Sie bei bekannten und verwandten Fragen ob sie eine Tochter zu heiraten haben und angeben dass Sie einen Sohn zum heiraten haben. Obwohl ich ihnen persönlich gesagt habe dass ich momentan nicht heiraten möchte, verfolgen Sie Ihr Ziel weiter und versuchen mich dabei zu beeinflussen. Das tun Sie ein Leben lang, ich nenne das den aufgezwungenen Willen. Hier bin ich nicht konsequent genug gewesen immer meine Linie zu 100 % zu gehen und habe das nicht selbtbewusst gemacht. Dadurch haben sie immer Hoffnung geschöpft mich umzustimmen. Es wird meine Aufgabe sein dieses nach zu holen und zu sagen was ich will und meinen eigenen Weg zu gehen.Vor allem weil ich mir vorgenommen habe keine Familie zu gründen bevor ich nicht 100% körperlich und psychisch gesund bin um alles bieten zu können was gebraucht wird.

Schlusssatz

Damit hoffe ich alles wichtige erwähnt zu haben was in meinem Leben eine Rolle gespielt hat und meinen Charakter geformt hat. Es hat mir viel Spaß gemacht meine Lebensgeschichte zu schreiben. Ich kann dabei mein Leben verfolgen und habe einen guten Überblick was geschehen ist. Obwohl ich oft mit negativen Gefühlen konfrontiert wurde als ich die Ereignisse aufgeschrieben habe bin ich froh dass ich es getan habe denn die Geschichte erzählt von mir, dem wichtigsten Menschen in meinem Leben. Ich bedanke mich bei allen Lesern die sich die Mühe gemacht haben meine Geschichte durchzulesen und hoffe dass Ihnen die Präsentation meiner Geschichte gefallen hat und ich meine Lebensgeschichte interessant gestalten konnte.

Ergänzend

In der Kategorie Mein Leben werde ich weiterhin monatlich berichten was sich in meinen Leben getan hat und wie sich meine Situation verändert hat. In den Kategorie Lebensziele werde ich meine Ziele und Wünsche die ich in meinen Leben habe festlegen. In der Kategorie Therapie werde ich mich mit den nötigen Schritten beschäftigen um meine Ziele zu erreichen sowie den Inhalte meiner Therapie. In der Kategorie Aktivitäten möchte ich über mein Handeln berichten was für die Erreichung meiner Lebenszielen notwendig ist  und die Ergebnisse festhalten.

MeinLeben

2.17 Abgebrochene Verhaltenstherapie

Einen weiteren Versuch um meine psychischen Probleme zu lösen, habe ich im Jahr 2011 unternommen. Der Grund war dass ich mit meiner Lebenssituation nicht zufrieden war. Nach dem Abbruch meines Studiums und dem Bezug von Hartz 4, habe ich gehofft dass das Amt mir helfen kann einen Ausbildungsplatz zu finden, aber da habe ich mich getäuscht, es war alles Lüge um mich zu beruhigen. In meiner Emotionalen Verwirrtheit und Unruhe hatte ich den Drang etwas zu machen um diese unerträgliche Situation zu ändern.So habe ich dann nach einen Therapeuten gesucht.

Zuerst habe ich Kontakt zu meiner Ersten Therapeutin aus der Schulzeit, die ich 2000 kennen gelernt habe,aufgenommen. Ich habe ihr erzählt was sich bei mir seit dem getan hat und dass ich eine 2.Verhaltenstherapie machen möchte. Ich habe gefragt wenn sie mir aus der Region empfehlen kann und sie hat ein paar Namen notiert, bei denen ich angerufen habe und recht schnell einen Termin bekommen habe.Nach kurzer Zeit habe ich die Therapie bei einem Therapeuten angefangen.Das war im April 2011. Die Sitzungen waren unregelmäßig und es war Gesprächstherapie, was am Anfang verständlich ist, denn der Therapeut muss ja erstmal einiges über den Patienten erfahren und die Probleme erfassen um die richtige Therapieansätze zu wählen die am erfolgsversprechensten sind.Jedoch ging dass ziemlich lange nach dem gleichen Muster weiter mit Terminen alle 2-3.Wochen so dass immer die gleiche Fragestellungen aufgetaucht sind ohne hilfreiche Ratschläge.

Der Therapeut kam mir nicht überzeugend rüber, also nicht genau wüsste was er mit mir machen sollte. Nach ca. 10 Sitzungen ohne einen Therapieanfang in dem Sinne dass ich irgendwelche Aufgaben oder Hilfestellungen bekomme habe, habe ich an den Erfolg der Therapie gezweifelt. Dann habe ich den Therapeuten gesagt, dass ich die Therapie abbrechen möchte da keine Therapie stattgefunden hat , sondern nur lockere Gespräche die mir nicht weiterhelfen. Ich hatte auch keine Lust nach 50. Therapiestunden festzustellen dass die Therapie erfolglos war und mir nicht weitergeholfen hat.

 

Natürlich hatte der Therapeut, da andere Ansichten warum ich die Therapie abgebrochen habe, die er im Abschlussbericht geschrieben hat. Ich zweifle nicht dass das auch mit meiner emotionaler Situation zu tun hatte. Nach über 20 Jahren mit psychologischen Problemen, 2 ambulante und 2 stationären Therapien und auf dem Weg der Genesung noch ein großes Stück Arbeit vor mir habe ich es mit der Geduld nicht so leicht gehabt. Die Emotionen der Wut/Rache seit meiner Selbsterkenntnis und das Angst- Panik Duett dass ich in der Vergangenheit oft bei mir erlebt habe, haben bei mir das zwanghafte Verlangen erweckt dass sich mein Leben ändert muss . Ich war auch sehr verzweifelt und depressiv und wollte dass sich  was tun, so dass ich dann schnell aufgegeben habe und nicht mehr dran glauben wollte dass irgendjemand in der Lage ist mir bei meinen Problemen weiterzuhelfen.

 

2.16 Essattacken und Gewichtszunahme

Die Tatsache dass ich meine psychischen Probleme , den inneren Druck ,dieses Gefühl des Unwohlseins durch übermäßigen Essen zu bekämpfen versuche um es loszuwerden ist nichts neues für mich. Wenn ich zurückschaue in der Vergangenheit dann sehe ich dass es in der Pubertät angefangen hat, als ich plötzlich an Gewicht zugenommen habe .Ich kann mich noch erinnern dass ich mal beim Kinderarzt war und er festgestellt hat dass ich übergewicht habe und er mir einen Diätplan aufgeschrieben hat damit ich Gewicht abnehme,aber es ist noch schlimmer geworden, denn ich habe noch mehr gegessen und zugenommen. In der Oberstufe habe ich dann ein Gewicht von 89 kg bei 168 cm erreicht und war übergewichtig.

Im Jahr 2004 hatte ich das Bedürfnis etwas an mir zu ändern,jedoch war das keine normale Diät, sondern der zwanghafte Drang Gewicht abzunehmen. Ich habe mich täglich mehrmals gewogen, nach dem urinieren, am Morgen und Abend um jeden Tag mein Gewicht aufgeschrieben. Ich habe täglich nur 1 Mahlzeit zu mir genommen und auch mal 2 Tage nichts gegesen und meine Trinkdiät durchgezogen, also viel Trinken und wenig Essen. Das Ergebnis war dass ich innerhalb von 3 Monaten 22kg abgenommen habe und bis auf 67 kg abgespeckt habe, mein geringstes Gewicht als Erwachsener. Mein Gewicht konnte ich für ca. 2 Jahre halten. Danach habe ich langsam aber kontinuierlich Gewicht zugenommen bis ich Ende 2010 auf 80 kg angelangt bin.

Seit dem ist es mit den Essattacken schlimmer geworden und mein Übergewicht hat sich zu Adipositas entwickelt. In den nächsten 32 Monate habe ich 28 kg zugenommen und wiege nun 108kg. Ich denke die Gründe dafür sind dass ich mit den Online-Spielen aufgehört habe mit denen ich meine Depressionen bzw. negative, getrübte Stimmung und Melancholie abgewehrt habe. Sozusagen ein Suchtverlagerung von der Onlinespielsucht zur Esssucht. Ich hätte nicht gedacht dass es mit dem Essen so schlimm wird, als ich kurz vor die 100kg war, dachte ich dass es jetzt mit dem Gewicht zunehmen zu Ende ist, den ich müsste ja immer mehr Kalorien zu mir nehmen um noch mehr an Gewicht zuzunehmen. Jedoch lag ich falsch, denn ich habe den ganzen Tag Hunger bzw. den Drang etwas zu Essen, so dass ich den ganzen Tag am Essen war und so Unmengen an Kalorien verschlinge, was dazu führt dass ich immer noch kontinuierlich an Gewicht zunehme.

Selbst die Warnung meines Arztes dass ich eine Bandscheibenkrümmung habe die sich zu einem Bandscheibenvorfall entwickeln kann und der Rat Gewicht abzunehmen damit sich der Zustand nicht verschlimmert ist an mir vorbeigegangen. Zusätzlich kam noch der Hinweis meines Hausarztes dass ich Gewicht abnehmen soll, damit ich keine Zuckerkrankheit- Diabetes entwickle. Seit dem habe ich jetzt auch schon 5-10 kg an Gewicht zugenommen. Die nächste Blutuntersuchung die auch bald ansteht wird zeigen, wie kritisch der Zustand wirklich ist. Auf jeden Fall könnte man mich aus Zuckersüchtig bezeichnen, denn ich esse viele Süßigkeiten und Knabberzeug. Der Grund warum ich so viel esse und Gewicht zunehme ist dass ich mit meiner Lebenssituation nich klar komme. Durch den Stress aufgrund meiner ungelösten Problem entsteht ein Unwohlseingefühl in mir wie Spannung und Unruhe das ich durch Essen versuche aufzulösen. Dieses Gefühl kehrt aber immer wieder zurück denn meine Probleme sind noch da, so dass ich dieses Gefühl immer mit Essen füttern muss damit es für eine gewisse Zeit fernbleibt.

So habe ich mich dann gewohnt viel mehr zu essen, als ich eigentlich brauche. Da dieses Gefühl auch sehr oft kommt und an Intensität zunimmt muss ich immer mehr Essen um es loszuwerden und dieses unnötiges Mehressen wirkt sich auf mein Gewicht aus und auf meine Gesundheit aus.Dies wird eines der Probleme um die ich mich als erstes kümmern muss, bevor es schlimmer und schwieriger wird etwas dagegen zu tun, z.B. Sport zu treiben um den Stress, Depression zu bewältigen und mein Essverhalten zu verändern.

Im Oktober letzten Jahres habe ich die Süßigkeiten und das Knabberzeug stark reduziert und meine Ernähurng umgestellt. Ich konnte seit dem 11kg abnehmen und werde weiter daran arbeiten zumindest noch 16 kg zu verlieren um mit 80 kg nicht mehr in der Kategorie der Adipositas(=Fettleibigkeit) zu fallen und mich wohler und gesunder in meinen Körper zu fühlen.

2.15 Arbeitslosengeld 2 (seit 2011)

Nach dem Einschub über Die Schachspielsucht geht es weiter mit der Zeit nach der Entlassung von der Klinik. Da ich schon zum zweiten Mal ein Hochschulstudium abgebrochen habe,wollte ich erstmal nichts davon wissen ausserdem sind mir die finanzielle Mittel ausgegangen und ich habe im März Hartz 4 beantragt. Ich habe gehofft dass das Amt mir hilft eine Ausbildung zu finden, da ich ja noch nie eine Ausbildung gemacht habe, jedoch hat man mir gesagt dass ich zu alt bin für eine von Jobcenter geforderte Ausbildung. Ich habe mich weiterhin beworben aber alle meine Bemühungen waren umsonst. Im Mai durfte ich bei einer Zeitarbeitsfirma für 3 Monate arbeiten. Später wurde der Konsilidardienst vom der Agentur für Arbeit einberufen und ich hatte regelmäßig Termine mit einer Sozialpädagogin ausserdem habe ich eine Suchtberatungsstelle besucht. Das hast sich aber als unwirksam und ungenügend für mein doch sehr komplexe Problemsituation erwiesen. Weiter ging es mit Bewerbung schreiben für Lehrstellen und Praktikas. Das Ergebnis war enttäuschend und deprimierend. Es war dann wieder Mai im Jahre 2012 und ich habe dann für 6 Monate bei der gleichen Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Anfang 2013 habe ich aufgehört die Suchtberatungsstelle zu besuchen, da ich keine weitere Termine bekommen habe ,man hat mich aufgegeben , sie sahen es als sinnlos und in der Gruppe habe ich nur negative Äusserungen über mich gehört so dass er keinen Grund gab dort weiter hinzugehen. Ich habe dann eine andere Suchtberatungsstelle aufgesucht. Es wurde aber nicht besser. Ich hab mich nicht verstanden gefühlt. Die Gespräche haben mich im innerlich eher wütend und agressiv gemacht. Statt mich zu beruhigen und Mut zu zusprechen, musste ich mir Vorwürfe und Behauptungen anhören dass ich doch nichts machen möchte und kein Suchtproblem habe sondern mit meinen Eltern zu tun hat. Das hat mich jedes Mal so auf die Palme gebracht, dass ich dachte ich werde mal vom Stuhl aufstehen und der Frau eins auf die Fresse geben, so sehr hat mich das aufgeregt. Ich fand diese Gesprächsstrategie als dumm und kontraproduktiv. So hat sie dann die Beratungsgespräche mit mir beendet und ich bin zum Entschluss gekommen dass ich es noch mal mit einer Verhaltenstherapie versuchen sollte.

Im Mai 2013 war es dann wieder so weit. Das Amt hat mich mal wieder zu dieser Zeitarbeitsfirma geschickt. Dieses Mal ist es zum großen Knall gekommen. Ich sollte dieses Jahr 10 Std. am Tag ohne Pause arbeiten. Ich dachte die Frau hat einen Vogel und hab ihr angerufen und gesagt dass das gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt. Dann hat sie einen verbesserten Zeitplan vorgelegt den ich auch hätte ablehnen sollen, ich hatte jedoch Angst dass Sie mir stattdessen eine schwierigeren Job gefunden hätte der meinen Rücken überbelasten würde und habe zugestimmt. Nach dem ich den Vertrag unterschrieben habe,hat der Kunde wieder andere Arbeitszeiten festgelegt. Ich habe mich so etwas von verarscht und ausgenutzt gefühlt. Ich habe mich dann bei meiner Arbeitsvermittlerin darüber beschwert, dass ich keine Pausen habe. Sie hat da aber kein Problem gesehen und gemeint dass ich doch pause machen kann. Da hab ich mich gewundert dass es dem Amt auch egal ist unter welchen Bedingungen man arbeitet, Hauptsache man ist beschäftigt. Es waren zwar keine 10 std. am Tag aber dennoch mehr als 6Std. Hätte ich 10 Std am Tag arbeitet müssen wäre ich gleich zur Gewerbeaufsicht gegangen.

Trotzdem hat mich das sehr verärgert und ich konnte mich kaum halten nicht zur Gewerbeaufsicht zu gehen. Ich war so wütend und habe mich ungerecht behandelt gefühlt. Ich habe dann ein Beschwerdenbrief an die Zeitarbeitsfirma geschickt und konnte so ein wenig Luft raus lassen. Sollte ich nochmal von dieser Zeitarbeitsfirma eingestellt werden, werden ich in solch einem Fall ohne zu zücken zur Gewerbeaufsicht gehen,denn das kann doch wirklich nicht sein. Mein Arbeitsverhältnis war dann auch nach 2 Monate beendet. Nach dieser Geschichte habe ich darüber nachgedacht einen Fernstudium anzufangen um einen Abschluss zu haben und menschenwürdige Jobs zu bekommen. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob dass der richtige Weg ist und ob mir solch eine Weiterbildung ohne Berufsabschluss überhaupt beruflich weiterbringt und von den Unternehmen anerkannt wird.