Besprechung Elterngespräch und nächste Therapieaufgabe

So mittlerweile ist es schon die 7.Stunde. Die Therapieziele wollte wir zu diesem Zeit festgelegt haben, aber dazu sind wir nicht gekommen. Mein Therapeut hatte immer mal wieder Fragen zur meiner Lebensgeschichte gestellt , die ich ihm erläutert habe. Die letzten 2 Male waren wir damit beschäftigt das Thema mit den Hochzeitsplänen meiner Eltern anzugehen. Wir haben da ein Rollenspielübung gemacht. Dann habe ich solch ein Gespräch zu Hause  erarbeiten dass wir dann mehrmals in einem Rollenspiel trainiert haben. Für das nächste Mal merke ich mir schon mal vor meinen Therapeuten auf die Therapieziele anzusprechen. Was haben wir in dieser Stunde gemacht? Ich habe erklärt wie das Gespräch mit meinen Eltern gelaufen ist. Es war anstregend und hat länger gedauert als gedacht. Ich habe ganz gut argumentiert warum ich nicht heiraten möchte und das an meine persönliche Situation veranschaulicht. Meine Eltern habe ihre Sorge zum Ausdruck gebracht und dass Sie es ganz normal finden nach einer Frau für mich zu suchen um mich unter der Haube zu bringen. Da das immer so weiter ging mit Rede und Gegenrede habe ich nach 20 Minuten und voll ausgepowert das Gespräch beendet. Ich hatte keine Antwort darauf bekommen ob meine Entscheidungen akzeptiert und respektiert werden und wollte nicht mehr darauf bestehen, dass von Ihnen zu hören. Einen Brief habe ich auch geschrieben und Ihnen gegeben. Nach einiger Zeit haben Sie mich angerufen und gesagt dass Sie das kapiert haben und mich nicht unter Druck setzen möchten. Das kam für mich so überraschend, dass ich es nicht recht glauben konnte. Ich hoffe ich habe dann Ruhe mit diesem Thema und kann mich auf andere Sachen konzentrieren.

Das Nächste Thema war die AGH-Maßnahme in der mich mein Fallmanager zugewiesen hat. Nach dem ich  1 Tag zur Hospitation da war, hat der Leiter gemeint er ist sich nicht sicher ob ich zur Stelle passe und möchte dass ich nochmal 1 Woche zur Hospitation komme, damit er mich besser kennenlernt. Da mir bewusst ist dass ich wo möglich  Arbeitszeit  und Fahrtkosten selbst aufzubringen habe und am Ende auf meine Kosten sitzen bleibe, habe ich mein Fallmanager darüber  informiert. Er hat mir dann gesagt dass ich da hingehen soll, aber ich nicht um sonst arbeiten soll und die Fahrtkosten bekomme. Mein Therapeut hat dann dazu gemeint ich soll den Leiter darauf ansprechen, dass er mir den Arbeitsplatz und die Tätigkeiten der Stelle  genauer zeigt und ich nicht nur an irgendetwas arbeite.

Ein anderer Punkt ,der zugleich meine Nächste Aufgabe ist, über den wir gesprochen habe war meine kurze Rede im Schachverein in dem ich meine Austritt mit meiner Schachspielsucht begründe. Ich habe in mein Therapie-Arbeitsbuch schon einige Fragen und Antworten vorgearbeitet, die wir dann so durchgegangen sind und die ich ansprechen möchte. Zum Schluß habe ich noch erwähnt, dass ich noch so ein Erinnerungbüchlein habe  aus meiner letzten stationären Behandlung und da 2-3 Leute anrufen könnte. Das wäre dann die nächste Aufgabe die ich über die Tage machen könnte.

Wir haben dann  das Gespräch beendet und ich habe nochmal wegen dieser externen Gruppentherapie zum Soziale Kompetenz – Training nachgefragt, die ich demnächst beginnen möchte. Ich habe jetzt auch in dieser Sportpartnerbörse mal ein paar Frauen angeschrieben und bin gespannt  und unruhig was aus meinem Vorhaben mit jemanden Walken,Joggen oder auch nur spazieren zu gehen wird.

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Erste Rollenspielübung

In der 5. Gesprächstunde haben wir die erste Rollenspielübung gemacht. Von meiner Lebensgeschichte, die ich meinen Therapeuten gegeben habe ,hat der Therapeut auch  eine Aufgabe gefunden die ich gleich machen kann. Bei dieser Aufgabe geht es  darum meinen Eltern klarzumachen dass ich über mein Leben selbst  bestimmte und mir nichts aufzwingen lasse. Meine Eltern haben Sie nämlich aktiv auf der Suche nach einer Frau für mich begeben. Sie wollen Großeltern werden und  mich unter die Haube bringen. Wenn ich Sie so sprechen hören gehen Sie von Ihren Bedürfnissen aus und denken überhaupt nicht nach ob ich Ihr Sohn überhaupt an so etwas Interesse hat. Sie leben in Ihrer eigenen Welt und vergessen dabei dass es auch mich gibt und für mich momentan andere Dinge wichtiger sind. Das ist schon eine ziemlich schwierige aber auch sehr wichtige Aufgabe für mich. Ich muss auch auf  Tricks gefasst sein um mir Schuldgefühle zu machen und mich zu überreden. Es nervt mich extrem wenn Sie zu Verwandten, Bekannten  gehen und sagen Sie haben einen heiratswilligen Sohn und suchen nach einer Frau für ihn. Wir haben dann so ein Gespräch nachgespielt wo ich meinen Eltern klar zu verstehen gebe, dass Sie die Suche nach einer Frau unterlassen sollen, so dass sie mich ernst nehmen und nicht nach einer Pause es später immer und immer wieder nochmal versuchen.Ich habe dabei meine Eltern gespielt und der Therapeut hat mich gespielt.  Der Therapeut hat das sehr souverän gemacht, ich hoffe dass ich das auch so gut hinbekomme. Als Hausaufgabe soll ich mir die Argumente und Tricks meiner Eltern überlegen und wie ich diese selbstbewusst und selbstsicher entkräftige  und zu meiner Position halte. Ich sollte mir auch überlegen was ich mache wenn Sie zum Beispiel meinen Patenonkel bzw. weitere Personen  bitten mich zur Vernunft zu bringen, dass ich heiraten möge. So versuchen Sie dann den Druck zu erhöhen und meinen Widerstand zu brechen. Ausser dem Rollenspiel habe ich auch den Tipp  bekommen zusätzlich in einer Gruppentherapie Soziales Kompetenztraining  bei einem externen Anbieter zu machen. Ich sollte mir auch einen Gruppensport aussuchen  bei dem ich Leute kennenlernen kann und mich neben dem Sport unterhalten kann. Hab mir da gedacht, dass joggen etwas für mich wäre, hab das nie wirklich betrieben.Nur 1 mal ausprobiert. Könnte da einen Freizeitpartner bzw.Freizeitgruppe suchen. Mal sehen was sich da so ergibt. Üben auf jeden Fall schon mal auf dem Laufband im Fitnessstudio.